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Linux-Konsole: Pandoras Box geht in die Massenproduktion

02.10.2008

Für rund 250 Euro kann man die auf Linux basierende Spielekonsole Pandora auch in Deutschland vorbestellen. Der Handheld sieht aus wie ein Nintendo DS mit angeflanschter Tastatur. Er ist der Nachfolger des vor rund drei Jahren erschienenen GP2X (wir berichteten). Hersteller OpenPandora will noch in diesem Jahr 3000 Geräte produzieren lassen - allerdings nur dann, wenn entsprechend viele Vorbestellungen eingegangen sind und diese auch bezahlt wurden. Die Massenproduktion wird erst im kommenden Jahr anlaufen.

Bereits kurz nach dieser Ankündigung stürmten Interessenten die Server. Innerhalb von nur 6 Stunden gingen 2000 Vorbestellungen ein. Unter der Last brach kurzzeitig der komplette Internetauftritt des Herstellers zusammen, heute morgen waren nur noch die Foren außer Betrieb. Wer schnellstmöglich ein Exemplar in Händen halten möchte, sollte sich folglich mit einer Vorbestellung sputen, auch wenn sich der Hersteller darum bemüht, die erste Charge auf 4000 Exemplare zu erhöhen. Sofern alles nach Plan verläuft, sollen die ersten Pandoras bereits Ende November in die Post gehen.

Gute Box, böser Name: Die linux-betriebene Pandora-Konsole.

In der kleinen Pandora-Konsole von der Größe eines Nintendo DS stecken ein ARM Cortex A8 Prozessor, 128 MByte Arbeits- und 256 MByte Flashspeicher, sowie der OpenGL 2.0 EX fähige Grafikprozessor PowerVR-SGX. Der 4,3 Zoll große Touchscreen schafft 800 mal 480 Pixel bei 16 Millionen Farben. Als weitere Eingabegeräte dienen kleine, von Gamepads bekannte Steuerkreuze und eine friemelige Tastatur mit englischer QWERTY-Belegung. Als Schmankerl obendrauf gibt es WLAN, Bluetooth, einen USB 2.0-Anschluss und einen S-Video-Ausgang für den Anschluss an ein Fernsehgerät. Die Batterien sollen mindestens 10 Stunden für ungetrübten Spielegenuss sorgen. Wer die Pandora-Konsole einmal in Aktion erleben möchte, sollte einen Blick auf die Videos im Hersteller-Blog werfen.

Auch wenn alle, für die Entwicklung von Spielen benötigte Werkzeuge im Developer Wiki kostenlos zur Verfügung stehen, sorgen vermutlich wie schon beim Vorläufer GP2X hauptsächlich wieder Emulatoren älterer Konsolen für Spielenachschub.

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Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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