USB 3.0 und KMS für Radeon

Linus gibt Kernel 2.6.31 frei

Linus gibt Kernel 2.6.31 frei

Marcel Hilzinger
10.09.2009 70 Prozent Treiber, zirka 6 Prozent Firmware und Sound und viel Dateisystem-Updates. So beschreibt Linus die größten Änderungen im neuen Kernel 2.6.31.

Der berühmteste Neuzugang im aktuellen Kernel 2.6.31 ist zweifellos USB 3.0. Hier spielt Linux eine Vorreiterrolle. Die Änderung, die den Entwicklern am meisten Kopfzerbrechen und Arbeit verursacht hat, ist laut Linus' Announcement auf der Kernel-Mailingliste das neue Benachrichtigungsbackend fsnotify, welches die bisherigen Systeme inotify und dnotify ablöst.

Von Performance-Vorteilen dürften vor allem Rechner mit ATI-Grafikkarten und dem freien Treiber radeonhd profitieren. Hier bietet der neue Kernel jetzt Unterstützung für die Kernel Mode Settings an, beim Intel-Treiber gab es ähnliche Änderungen, der KMS-Support ist dort aber schon älter.

Die übrigen Neuerungen beschränken sich in erster Linie auf zahlreiche Dateisystem-Updates und zusätzliche Treiber. Galt früher laut Linus die Daumenregel 50 % Treiber, 50 % Rest, habe sich dieses Verhältnis in letzter Zeit zu 70 % Treiber + 30 % Rest verschoben. Linus sieht hier direkte Auswirkungen des Staging-Zweiges.

Gute Nachricht für Fritz!-Benutzer

Durch einige Neuerungen im Atheros-Treiber unterstützt der neue Kernel über das Modul ar9170 nun auch die USB-WLAN-Sticks von AVM mit der USB-ID 0x057C:0x8401 beziehungsweise 0x057C:0x8402. Auch für den weit verbreiteten Rt2800-Chipsatz von Ralink (802.11n) bietet der Kernel nun mit rt2800usb einen Treiber an.

Eine weitere wichtige Änderungen für Desktop-Nutzer betrifft das Verhalten des Kernels unter Last. Durch eine Änderung am Speichermanagement soll die Grafische Oberfläche bei Rechnern mit wenig RAM bis zu 50 Prozent flotter reagieren, generell dürften aber alle Desktop-Nutzer von der Änderung profitieren.

Auch Entwickler sollen testen

Linus schließt seine Mail mit einer Aufforderung an die Entwickler, den neuen Kernel zu testen:

"Wie üblich bedeutet das, dass das Merge-Fenster für 2.6.32 nun offensteht. Aber bitte gebt mir einen Tag oder so, bevor ihr mich mit neuen Anforderungen bombardiert: Ich möchte auch die Entwickler dazu auffordern, zuerst das neue Release zu testen und nicht gleich mit der verrückten Flut an neuen Patches zu starten."

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Kommentare
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Die für mich wichtigste Neuerung ist die Online-Defragmentierung beim ext4-Dateisystem. Auch wenn das noch nicht ganz komplett ist, werde ich das mal antesten.


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Re: Online-Defragmentierung
Warum genau? (unangemeldet), Donnerstag, 10. September 2009 16:18:36
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Gibt es für EXT4 irgendeinen neuen Grund, den es bei EXT3 nicht gab, weshalb nun Defragmentieren wieder ein Thema ist? Ich dachte sowas sei nur bei minderen FS wie NTFS nötig.


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