Der Distributor Linpus hat sich Moblin v2 geschnappt und daraus eine eigene Linux-Distribution für mobile Geräte gezimmert. Die will er nun auf der Computex vorstellen.
Der taiwanesische Linux-Anbieter Linpus will auf der Computex (vom 2. – 6. Juni in Taipei) eine auf Moblin v2 basierende Distribution für mobile Geräte vorstellen. Diese soll den Namen Linpus Linux Lite tragen, wie Intels Moblin in 15 Sekunden booten und sowohl eine Linpus-eigene Oberfläche als auch Intels Benutzerinterface anbieten.
Da es den Quellcode für Moblin v2 erst seit kurzer Zeit gebe, sei Linpus einer der ersten Anbieter einer darauf basierenden Distribution, die auf MIDs oder Netbooks laufen soll, schreibt Linpus in der Ankündigung des Computex-Events. Mit der integrierten Clutter-Blibliothek lassen sich einfach grafische Oberflächen entwickeln, die OpenGL ES nutzen. Nach dem Booten erhalte der Anwender sofort Zugriff auf seine Lieblingswebseiten, Kommunikationstools und Multimediaprogramme.
Moblin ist eine von Intel entwickelte Linux-Distribution für Mobilgeräte. Der Hardware-Hersteller übergab die Software aber im April diesen Jahres in die Hände der Linux Foundation, um ihre Chancen bei den Herstellern mobiler Hardware zu verbessern. Mit Linpus gibt es nun zwar einen Distributor, der Potenzial in Moblin sieht, aber ob das genügt, um sich etwa gegen die erfolgreiche Konkurrenz von Googles Android-Betriebssystem durchzusetzen, muss sich erst zeigen.





