Die neue Release findet über den Standard CMIS Anbindung an Content-Management-Systeme wie Alfresco, IBM FileNet P8, Microsoft Sharepoint 2010, Nuxeo, Open Text und den SAP NetWeaver Cloud Service. Mit zahlreichen neuen Importfiltern kann die Bürosuite sämtliche Visio-Formate sowie Dateien von Microsoft Publisher öffnen, auch die Interoperabilität mit DOCX- und RTF-Dokumenten wurde verbessert.
Erstmals gibt es eine Android-App, mit der sich Präsentationen mit der Komponente Impress fernsteuern lassen. Derzeit funktioniert das nur auf manchen Linux-Distributionen, weitere Linuxe sowie Windows und Mac OS X sollen mit der nächsten Release folgen.
Daneben erhielt Libre Office mit Personas ein Feature, das viele Anwender schon vom Firefox-Browser her kenne dürften: Das GUI lässt sich mit Themes aus dem Web dem persönlichen Geschmack anpassen. Für experimentierfreudige Anwender bringt die Bürosuite mit Libre Logo sogar eine eigene Logo-artige Programmiersprache mit, die Vektorgrafiken erzeugt.
Eine Übersicht der Neuerungen mit weiterführenden Verweisen findet sich auf der "New Features"-Seite zu Libre Office 4.0.
Hinter den Kulissen haben die Entwickler einige Kärrnerarbeit geleistet, um den Codebestand zu bereinigen und zu überarbeiten. Dabei half unter anderem das freie Code-Review-Tool Gerrit, das außerdem Neulingen den Einstieg in die Libre-Office Entwicklung erleichtern soll.
Libre Office ist unter LGPL lizenziert. Die neue Version steht im Quellcode sowie für Linux, Windows und Mac OS X zum Download bereit. Die Entwickler geben noch folgende Tipps: Version 4.0 final ist identisch mit dem RC 3, eine neuer Download ist nicht nötig. Unter Linux ist Open JDK die empfohlene Java-Implementierung zum Einsatz mit dem Office, mit GCJ-Java kann es Probleme geben. Microsoft Office 2010 bringt beim Öffnen von ODF-1.2-Dokumenten aus Libre Office zwar eine Fehlermeldung, öffnet sie aber dennoch.