LiMo: Plattform veröffentlicht, Texas Instruments gewonnen

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Kristian Kißling
01.04.2008

Pünktlich hat die LiMo-Foundation Release 1 ihrer Linux-basierten Plattform für mobile Geräte vorgestellt, die ein offenes API anbietet. "Die skalierbare und nachhaltige Plattform für mobile Geräte beschleunigt rasche Innovationen und Beiträge von allen LiMo-Mitgliedern." schreibt das Industrie-Konsortium, zu dem unter anderem Vodafone, Motorola und Samsung gehören, in einer Pressemitteilung.

Die Entwicklung der ersten Version dauerte etwas über ein Jahr, so Morgan Gillis, der Geschäftsführer der LiMo-Foundation. Bereits jetzt böten die Hersteller eine Reihe von Geräten mit LiMo-Technologie an, bei der nun veröffentlichten Plattform handele es sich um ein modulares, Hardware-unabhängiges und offenes System. An der zweiten Release arbeiten Entwickler bereits, sie soll Ende 2008 erscheinen.

Dank der offenen API können Drittentwickler eigene Anwendungen und Plugins für die Plattform entwickeln. In der zweiten Hälfte von 2008 sollen verschiedene LiMo-SDKs (unter anderem für Java und Webkit), die Entwicklung von Anwendungen noch erleichtern. Das grundlegende Framework der Plattform steht allerdings unter einer eigenen Lizenz [PDF] der LiMo (FDL - Foundation Public License): Nur zahlende Vollmitglieder erhalten den Quellcode des Frameworks kostenlos und dürfen es für kommerzielle Zwecke verwenden, was die Offenheit der Plattform einschränkt. Externe Interessenten zahlen für die Nutzung. Plugins und Anwendungen mit proprietären Lizenzen plant das Konsortium ebenso ein.

Texas Instruments stößt zu LiMo

Fast zeitgleich kündigte das Konsortium mit Texas Instruments (TI) die Aufnahme des ersten Halbleiter-Produzenten an. Das Unternehmen wolle seine Erfahrungen mit Linux, dem OMAP-Prozessor und seinen zahlreichen Breitband-Geräten in die Organisation einbringen, so der frischgebackene LiMo-Repräsentant für Texas Instruments Avner Goren. Er verwies zugleich auf die langjährigen Erfahrungen des Unternehmens mit dem freien Betriebssystem.

Die LiMo-Foundation freute sich im Gegenzug über die strategische Ergänzung durch einen Konzern, der weltweit und millionenfach Linux-betriebene Mobilgeräte vertreibe.

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