Neue Gerüchte um Steam

Leaks? Anforderungen für Valves Spielekonsole aufgetaucht

Leaks? Anforderungen für Valves Spielekonsole aufgetaucht

Markus Feilner
10.12.2012
Glaubt man Gerüchten, dann wird die erste Linux-basierte Spielekonsole mit Valves Steam-Engine nicht mehr lange auf sich warten zu lassen. Zumindest berichten Blogger von Screen Shots mit Anforderungslisten, die Spiele voraussetzen. Die Listen sollen Spielehersteller versehentlich geleakt haben, und an erster Stelle findet sich dort wenig überraschend Ubuntu 12.04 - aber auch Mint und Fedora...

Ein Dual-Core-Prozessor ab 2.8 Ghz, 2 Gbyte RAM, Nvidia Grafikkarte der 8000er oder 9000er Serie, alternativ eine Radeon 2600 oder 3600, dazu Open GL 2.1 und 4 GByte Platz auf der Festplatte, auf der Ubuntu 12.04 installiert ist. So lesen sich die Minimum-Voraussetzungen für Serious Sam 3, die Blogger angeblich aus Webseiten von Spielen abfotografiert haben wollen. Empfohlen für SS3 seien allerdings ein Quad-Core-PC mit 3 GHz, 4 GByte RAM und höherwertigen Grafikkarten.

Versehentlicher Leak, PR-Aktion oder Ente?

Sollte sich das Gerücht bewahrheiten, dann haben wohl einige Hersteller offenbar etwas zu früh die Requirements veröffentlicht, die Valves Spieleengine Steam für die Spiele voraussetzt - und als sie den Fehler bemerkten, schnell wieder offline gestellt. Zumindest ist das die Story, die die Blogger über die Herkunft der Screen Shots erzählen. Besonderes Interesse dürfte auch die Tatsache wecken, dass im Falle des Spiels Amnesia: The Dark Descent sogar Mint und Fedora unter den supporteten Betriebsystemen, also Linux-Varianten auftaucht.

Seit Wochen kursieren Gerüchte im Web, der Hersteller der populären Spiele-Plattform bastle an eigener Linux-Hardware. Zuletzt hatte Valve zum geschlossenen Betatest eingeladen und dessen Teilnehmerkreis im Lauf der Zeit erweitert (Linux-Magazin online berichtete). Für viel Aufsehen sorgten auch die Benchmarks der Entwickler, die der Kombination Linux-Kernel, Open GL und freies Betriebsystem ein hervorragendes Zeugnis ausstellten. Die Spiele liefen unter Linux  deutlich schneller als unter Windows auf demselben Rechner.

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