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Lautloser Linux-Zwerg Linutop in Version 2

Kristian Kißling
21.02.2008

Der französische Hersteller Linutop bringt eine zweite Version seines geräuschlosen Mini-PC auf den Markt, der als Betriebssystem ein Xubuntu an Bord hat. Ein letzter Test des Vorgängers im LinuxUser zeigte, wo Stärken und Schwächen des Geräts liegen. Nun hat der Hersteller nachgelegt: Ein AMD Geode LX800 Prozessor mit 500 MHz treibt jetzt die kleine Kiste an. Auch den RAM hat der Hersteller verdoppelt, das Maschinchen läuft nun mit 512 MByte Hauptspeicher. Das war auch dringend notwendig: Zumindest unter Xubuntu zeigte das Gerät Performance-Schwächen sobald mehrere Anwendungen parallel liefen.

Front. Rückseite.
Bildquelle: Linutop

Nach wie vor bringt der Rechner nur vier USB-2.0-Slots mit. Das klingt ausreichend. Bestückt man das Gerät aber mit Tastatur, Maus, WLAN-Adapter und einer externen Festplatte, war es das. Und eine externe Festplatte braucht Linutop 2 also, wenn man etwa DVB-T Filme abspielen und speichern will. Der 1 GByte große interne Flash-Speicher, auf dem das Linux-Betriebssystem lagert, genügt auf Dauer sicher nicht. Das letzte Gerät brachte Linux übrigens noch auf einem externen USB-Stick mit. Einen im Test monierten Punkt haben die Hersteller offensichtlich bereinigt: Der Zwerg lässt sich nun per Ausschalter vom Stromnetz nehmen. Er verbraucht zwar nur 8 Watt, aber ständig den Stecker zu ziehen, wird schnell mühsam.

Stecken alle Geräte in dem kleinen schwarzen Block, sieht er aus wie ein Seeigel. Um das etwas zu kaschieren, lässt sich der Linutop hinter den Monitor schnallen -- da kommt ein Mac-OS-Feeling auf. Spieler haben an dem Teil sicher keinen Spaß, der 3D-Support der Grafikkarte lässt Wünsche offen. Immerhin beherrscht der Rechner nun eine Auflösung von 1920x1440 Pixel. Das sieht auch auf größeren Monitoren gut aus und stellt einen Fortschritt zur Version 1 des Rechners dar. Dank PXE-Boot-Option lässt sich der 580 Gramm schwere Rechner auch gut als Terminal einsetzen, der sein Betriebssystem von einem externen Server abholt. Softwaremäßig setzt der Winzling offenbar weiter auf Xubuntu und bringt etwa OpenOffice, VLC und als Browser Firefox mit. Ideal lässt sich die lautlose Mini-Maschine als Wohnzimer-PC oder Surf-Terminal einsetzen, ein Shop auf der Webseite bietet sie für 280 Euro an.

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