Launchpad 2.0 startet durch

Launchpad 2.0 startet durch

Kristian Kißling
30.07.2008

Launchpad, die Online-Entwicklungsplattform des Ubuntu-Projekts, erreicht Version 2.0 und stellt mittlerweile eine echte Konkurrenz zu Plattformen wie Sourceforge dar. Matthew Revell beschreibt in Launchpads Blog die Top-Features der aktuellen Version, die in den letzten neun Monaten Einzug in das Projekt gehalten haben.

Besonders zwei neue Funktionen liegen Revell am Herzen: Die neue Web-Services-API (Application Programming Interface) und die passende Python-Bibliothek, um auf die API zuzugreifen. Darüber lässt sich Launchpad zukünftig von externen Anwendungen aus nach Bugs, aber auch nach Dateien und Personen, durchsuchen. Später in dieser Woche sollen im Launchpad-Blog mehr Details zur API erscheinen. Beide Entwicklungen befinden sich noch in der Beta-Phase, Revell wirbt darum, Fehler in Launchpads Bugtracker einzutragen.

Äußerlichkeiten

Auch äußerlich verändert sich die Online-Plattform, die mittlerweile auch anderen Projekten wie MySQL und Zope eine virtuelle Heimat bietet. Zunächst fällt das neue Logo ins Auge, aber Launchpad lässt sich auch einfacher bedienen. Die Action-Menüs werden wohl nach und nach verschwinden. Tabs spielen im neuen Launchpad eine prominentere Rolle. Die Entwickler haben zudem Sub-Tabs eingeführt, also Unterregister, um die Navigation zu erleichtern.

Im Austausch mit anderen Projektverwaltungen wie Trac und Bugzilla, bietet Launchpad nun mehr Kompatibilität. Nutzer diese Alternativen können dank zweier Plugins Fehlermeldungen und die dazugehörigen Kommentare mit Launchpad-Anwendern austauschen und teilen.

Codereviews erlauben es, Codeschnipsel gemeinsam mit anderen Nutzern zu begutachten und zu kommentieren. Launchpad-Nutzer können zudem Mailinglisten für Teams einrichten, und recht einfach eigene Ubuntu-Repositories aufsetzen, die so genannten PPAs (Personal Package Archives). Die kommen etwa zum Einsatz, um für Ubuntu-Anwender zusätzliche Multimedia- oder KDE-4-Pakete anzubieten. Fehler und Beiträge lassen sich über Atom-Feeds verfolgen.

Was ist Launchpad?

Zu den Administratoren unter den Launchpad-Entwicklern gehört auch Mark Shuttleworth, der Chef von Ubuntus Hauptsponsor Canonical, der auch selbst Python-Code zur Plattform beisteuert. Die Zope-basierte Plattform steht - bis auf einzelne Module - bisher allerdings nicht unter einer freien Lizenz. Sie erlaubt es unter anderem, Code zu verwalten, Bugs zu verfolgen und Übersetzungen zu koordinieren. Als integrierte Versionsverwaltung kommt die Ubuntu-Eigenentwicklung Bazaar zum Einsatz, CVS- und SVN-Daten lassen sich ebenfalls importieren.

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