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Großbritannien goes Open Source

Labours 10-Punkte-Plan für mehr Open-Source-Software

26.02.2009 Nachdem die Konservativen in Großbritannien vorpreschten, stellt nun die regierende Labour-Party ihren 10-Punkte-Plan für den Einsatz von Open-Source-Software vor.

Nachdem vor ein paar Wochen die oppositionellen britischen Konservativen den Einsatz von Open-Source-Software vorschlugen, um das IT-Budget um 100 Millionen Pfund zu entlasten, springt Labour nun auf den selben Zug. Die regierenden britische Labour Party schlägt in einem 10-Punkte-Aktionsplan vor, ihre Open-Source-Strategie auszubauen und zu forcieren.

Die Begründung: In den vergangenen Jahren habe sich beim Einsatz von Open-Source-Software in verschiedenen Regierungsbehörden erwiesen, dass diese den Steuerzahler am besten entlaste. Damit rechtfertigt Labour zugleich, warum der Schritt bisher nicht konsequenter vollzogen wurde, obwohl die Strategie seit 2004 besteht.

Der Aktionsplan will unter anderem die notwendigen Bedingungen dafür schaffen, dass Behörden und Institutionen bei Projektausschreibungen Open-Source-Projekte und -Software gleichermaßen in Betracht ziehen. Weiterbildungen sollen dafür sorgen, dass die IT-Abteilungen sich das nötige Wissen im Umgang mit Open-Source-Software aneignen. Zugleich sollen offene Dokumentationen dafür sorgen, dass die Ministerien ihr Wissen über den Einsatz von der offenen Software teilen.

Die CIO-Berater der Regierungs wollen zudem regelmäßig Empfehlungen für den Einsatz von bestimmter Software aussprechen, die sie evaluiert und auf Sicherheit hin überprüft haben. Die Regierung will offene Standards nutzen und Projekte ermutigen und fördern, die für die Regierung einsetzbare Software entwickeln. Last but not least will man die entwickelte Open-Source-Software, da wo es angebracht ist, wieder als Open-Source-Software an die Community zurückgeben.

Ob der Ansage der Regierung nun tatsächlich auch eine entsprechende Strategie folgt, oder ob es sich lediglich um den Versuch handelt, der Opposition das Thema zu entreißen, wird die Zukunft zeigen. Punkt 10 des Aktionsplans verspricht jedenfalls, die Öffentlichkeit über Fortschritte in der Strategie zu informieren.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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