LPI bringt DevOps-Tools Zertifikat auf den Weg

Fabian Thorns, LPI
Fabian Thorns, LPI

DevOps-Prüfungen zum Nulltarif

Andreas Bohle
05.07.2017 Während der Beta-Phase bietet das LPI die Möglichlkeit, kostenlos an der neuen DevOps-Prüfung teilzunehmen. Eine solche Chance bietet sich etwa am 19. und 20. August während der Froscon in St. Augustin.

DevOps-Kompetenzen sind gefragt in der ITK-Branche. Entsprechend wird der Ruf nach Zertifikaten laut. Das Linux Professional Institute (LPI) reagierte darauf und kündigte unlängst ein entsprechendes Zertifikat mit dem Titel „LPIC-OT DevOps Tools Engineer“ angekündigt. Die ersten Prüfungen stehen in wenigen Wochen in einer Beta-Version bereit.

„Das Zertifikat richtet sich an alle, die auf technischer Seite daran beteiligt sind, Software zu entwickeln oder auszuliefern und ist als Add-on zu bestehenden Qualifikationen zu verstehen“, sagt Fabian Thorns, Director of Certification Development des LPI. Geprüft werde der Umgang mit freien Werkzeugen, die das Zusammenspiel zwischen Softwareentwickler und Administrator vereinfachen.
„Durch die Nutzung der Tools entsteht ein enormer Benefit für beide Seiten“, so Thorns. Zum einen entlaste dies Administratoren, indem es sie befähige, wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren, zum anderen gebe es Entwicklern die Möglichkeit, Aufgaben eigenständig zu übernehmen, für die sie vorher einen Administrator gebraucht hätten. Dadurch entstünden neue Freiheiten für alle Beteiligten.

Wer eine DevOps-Prüfung ablegen möchte, sollte bereits über ein Zertifikat in den Bereichen Administration oder Softwareentwicklung verfügen. „Wir empfehlen eine bestehende Zertifizierung im jeweiligen primären Fachgebiet. Das kann genauso gut Linux-Administration sein wie beispielsweise Java-Entwicklung“, sagt Fabian Thorns. Über Zertifizierungen berichtet die Zeitschrift LinuxUser in der kommenden Ausgabe 08/2017, die ab 20. Juli am Kiosk liegt.

DevOps benötige immer einen Kontext, in dem man das Wissen anwenden könne. Wer an den Betra-Prüfungen teilnehmen möchte, hat auf der FrOSCon am 19. und 20. August in Sankt Augustin die Möglichkeit dazu. Absolventen erhalten ein vollwertiges Zertifikat, zahlen aber nichts dafür. Eine Anmeldung ist aber erforderlich. 

Fragen zum Thema stellen oder Anregungen geben kann man auch über die Mailinglisten, über die auch der Austausch mit DevOps- und Open-Source-Communities läuft, die eng an der Entwicklung der Prüfungen beteiligt sind.

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