Kylin und Gnome sind neue Ubuntu-Flavors

Kylin und Gnome sind neue Ubuntu-Flavors

Ubuntu-Familie wächst

Tim Schürmann
13.03.2013
In einem IRC-Meeting hat das Ubuntu Technical Board die Derivate Ubuntu Gnome und Ubuntu Kylin zu offiziellen Varianten (Flavours) erhoben.

Durch den offiziellen Status dürfen die beiden Projekte unter anderem die Build-Infrastruktur von Ubuntu nutzen – analog zu Xubuntu und Co.

Während Ubuntu Gnome im Wesentlichen die Benutzeroberfläche Unity gegen Gnome 3 ersetzt, offeriert das Ubuntu-Kylin-Projekt eine auf chinesische Nutzer zugeschnittene Ubuntu-Version. Die Ubuntu-Gnome-Macher möchten hingegen eine möglichst „unverfälschte Gnome-Desktop-Erfahrung“ auf Ubuntu bringen.

Die erste offizielle Version von Ubuntu Gnome ist bereits erschienen und basiert auf Ubuntu 12.10. Wie die Entwickler in einer E-Mail  ankündigen, wird die kommende Version 13.04 noch Gnome 3.6 mitbringen, den aktuellen Nachfolger Gnome 3.8 müssen Anwender über das gnome3-team-PPA nachinstallieren. Images der Version 13.04 sollen zudem erst mit der finalen Beta von Ubuntu am 28. März erscheinen.

Mit der Veröffentlichung von Daily-Builds will man allerdings schon in den kommenden Tagen beginnen. Ubuntu Kylin erscheint erstmals zusammen mit Ubuntu 13.04. Die Distribution enthält neben chinesischen Übersetzungen auch einige Anpassungen an Unity. So gibt es einen chinesischen Kalender, die Online-Musiksuche zapft entsprechende chinesische Internetseiten an und die Wettervorhersage holt ihre Informationen bei einem chinesischen Wetterdienst ab.

Des Weiteren unterstützt Ubuntu Kylin die in China übliche Eingabemethode fcitx, das Büropaket WPS lässt sich über das Software-Center nachinstallieren. Für die Version 13.10 sind weitere Anpassungen geplant, darunter etwa die Integration der Suchmaschine Taobao.

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Kommentare
kylin
marwell (unangemeldet), Mittwoch, 20. März 2013 17:19:26
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taobao.com ist keine Suchmaschine, sondern sowas wie Ebay, aber mit mehr professionellen Händlern.
Die Suchmaschine heißt baidu.com, ebenfalls Konkurrent von Google.

WPS bin ich gespannt, noch gibts wohl keine Linux-Version der Officesuite. Open Source Software hat es in China eh schwer, wo auch closed Source Software generell nicht gekauft sondern umsonst downgeloaded wird. Copyright kennt man als Konzept gar nicht so wirklich. Konfuzius war eigentlich auch open source, man verdient wenn mit Service, nicht mit Inhalt. Wer ist da so bekloppt, und gibt Geld für Software, nach 3000 Jahren open source :-)

Wer will kann irgendeinen Software-/Musik- oder Filmnamen und "下载" (chinesisch für download) bei Baidu mal ausprobieren. Ubuntu findet man da natürlich auch.


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Re: kylin
marwell (unangemeldet), Mittwoch, 20. März 2013 17:25:24
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... aber was schön wäre, wenn Ubuntu sich kümmern könnte, das ein QQ client für Linux geschrieben würde oder was für Telepathy/Empathy, der funktioniert. Tencent würde Cannonical vielleicht ernster nehmen, als die paar Linuxuser in China.


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