Kunstuniversität Linz stellt Open Content für Kreative bereit

Kunstuniversität Linz stellt Open Content für Kreative bereit

Erik Bärwaldt
08.09.2008

Die Kunstuniversität Linz in Österreich hat ihre E-Learning-Plattform DMA in der Version 2.0 für alle Interessierten geöffnet und erhofft sich durch diesen Schritt nicht nur, Lernprozesse für die Studierenden effizienter zu gestalten, sondern auch, eine Kultur des Teilens von Wissen und der modernen Wissensverwaltung zu etablieren.

Das DMA-System (Digital Media for Artists) wurde seit Ende der 90er Jahre konzeptionell entwickelt und ab 2002 konkret von der Kunstuniversität Linz in Kooperation mit der Fachhochschule Hagenberg computertechnisch umgesetzt. Im Jahr 2005 war das Projekt Finalist bei der Verleihung des renommierten Medida-Preises.

DMA ist ein webbasiertes E-Learning-System für die digitale Medienausbildung und soll allen interessierten Laien wie auch professionellen Anwendern dazu dienen, sich Kenntnisse im Bereich der digitalen Medien anzueignen. Dabei reicht die Palette der dargestellten Inhalte vom Workflow und den einzelnen Arbeitsschritten sowie kompletten Produktionsprozessen der Mediengestaltung über etablierte Hard- und Softwarelösungen bis hin zu theoretischen Grundlagen. In verschiedenen Workshops und Übungen kann das so gewonnene Wissen vertieft werden.

Die Hauptbereiche, die dargestellt werden, sind Video- und Postproduktion, Audio, 2D- und 3D-Grafik, DTP sowie Internet und Multimedia. Bislang sind bereits über 600 Module vorhanden, die nunmehr mit der neuen DMA-Version 2.0 durch Community-Module erweitert werden können. Dabei kann jeder Interessierte nach einer Registrierung Module schreiben und in das System einpflegen und somit die Wissensbasis erweitern. Zusätzlich können vorhandene Module angesichts des rasanten Wandels im Medienbereich kommentiert und einfach aktualisiert werden.

Durch die Öffnung des Systems und die damit verbundene Möglichkeit, Community-Module zu entwickeln, möchte die Kunstuniversität Linz auch dem Umstand Rechnung tragen, dass Komplettlösungen auf der Basis freier Software im Bereich der Mediengestaltung immer populärer werden und daher wachsender Bedarf an entsprechenden Lern- und Schulungsmaterialien auf hohem Niveau besteht.

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