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Fosdem 2010: KDE-Groupware mit Support

Kolab-Projekt will kommerziellen Support anbieten

Im KDE-Track stellte Entwickler Paul Adams die Architektur des Groupware-Systems Kolab vor und skizzierte die Neuerungen durch den Einsatz von Akonadi. Aufhorchen ließ die Andeutung, dass es zukünftig kommerziellen Support geben soll.

Zur Groupware Kolab soll nun endlich die lange angekündigte Zwischenschicht Akonadi hinzustoßen. Kolab besteht serverseitig aus bewährten Open-Source-Komponenten wie Postfix, Cyrus-Imap oder OpenLDAP und clientseitig aus KDE-Programmen wie Kmail oder Korganizer, die unter dem Namen Kontact firmieren. Akonadi läuft auf dem Client und vereinheitlicht mehrere Zugangswege. Akonadi sei unabhängig vom Desktop-System, beteuert der KDE-Entwickler Paul Adams aus Schottland während seiner Präsentation in Brüssel.

Bislang kämpfte die Groupware, die zum Teil das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mit Entwicklungsaufträgen unterstützt, noch um den ganz großen Durchbruch. Nach Expertenmeinungen lag das unter anderem daran, dass die Entwickler der Software vorrangig auf das wenig verbreitete Paketformat OpenPKG setzten und Binärpakete für verbreitete Distributionen nur halbherzig betreuten. Schließlich gab es für interessierte Unternehmen auch keine professionelle Unterstützung.

Zumindest das soll nun anders werden: Adams deutete an, dass sich gegenwärtig ein neues Unternehmen gründe, das solche Pakete zusammen mit kommerziellem Support unter Service Level Agreements anbiete. Adams sprach von einer inhaltlichen Einbettung der Firma in die KDE-Communityprozesse, wollte aber keine weiteren Details zu Geschäftsmodell und Verfügbarkeit machen.

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