Calligra

Koffice mit neuen Namen und neuem Konzept

Koffice mit neuen Namen und neuem Konzept

Anika Kehrer
07.12.2010
Mit dem neuen Namen will die freie Bürosuite verdeutlichen, dass sie mehr sein will als eine Reihe von Office-Anwendungen für den Desktop.

Die Calligra Suite versteht sich laut Announcement des KDE-Projekts als Technologie-Plattform für Produktivitäts- und Kreativwerkzeuge sowohl für den Desktop als auch für mobile Geräte. Damit will sie das Projekt vom bisherigen auch-eine-Bürosuite-Image von Koffice absetzen und auf eine höhere Stufe heben. Zusammen mit dem offiziellem Launch des Calligra-Projekts (neue Webseite) stellt es von Subversion auf Git um. Die nächste Version von Koffice, die in etwa zwei Wochen ansteht, soll noch den alten Namen tragen. Ab Version 2.4 soll das Ganze dann in allen Teilen Calligra heißen. Die Zusammenarbeit und die Verbundenheit mit dem KDE-Projekt soll bestehen bleiben.

Als exklusive Besonderheit hebt das Projekt hervor, dass es mit Freoffice eine der raren mobilen Büro-Apps sein Eigen nennen kann. Freoffice gehört mit dem neuen Projekt Calligra Words zu den ersten Produkten einer neuen Office Engine, berichtet das Projekt. Calligra Words ist aus Kword hervorgegangen, aber trotzdem als neues Projekt bezeichnet und das einzige Ex-Koffice-Element, das nicht von seinem Koffice-Entwickler weitergeführt wird.

Zu der neuen Calligra Suite gehören an so genannten Produktivitätsanwendungen Words als Textverarbeitung, Tables als Tabellenverarbeitung (ehemals KSpread), Stage als Präsentationssoftware (ehemals KPresenter), Flow als Diagrammprogramm (ehemals Kivio) und Kexi. Flow soll ab der nächsten Release Teil von Calligra, ehemals Koffice sein. Als Management-Anwendung präsentiert das neue Calligra-Projekt Plan, ehemals KPlato. An Grafikprogrammen sind Krita und Karbon für Pixel- und Vektorgrafiken dabei.

Update: Koffice-Entwickler Inge Wallin, der im Projekt auch Marketingfunktionen übernimmt, gab gegenüber der Redaktion noch an, dass hinter dem neuen Projekt keine Sponsorenfirma steht: Der Schritt sei aus der Community heraus geschehen. Fast die ganze Koffice-Community befindet sich unter dem Dach von Calligra, vor einiger Zweit wurde die Trennung per Mailingliste beschlossen. Wallin bestätigte auch, dass der Kword-Maintainer - der bei Nokia angestellte Qt-Entwickler Frank Zander - nicht mit im Boot sitzt, weswegen die Textverarbeitung als einziges Programm der Suite neue Maintainer bekommt.

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