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Koffice-Entwickler geben Version 2.0.0 frei

Koffice-Entwickler geben Version 2.0.0 frei

Mathias Huber
29.05.2009 Das KOffice-Projekt vermeldet Version 2.0.0 seiner freien Bürosuite. Diese Release wendet sich vornehmlich an Tester und Entwickler. Die Macher empfehlen Endanwendern, auf die Versionen 2.1 und 2.2 zu warten.

Technisch ist Version 2.0.0 ein großer Schritt für das KOffice-Projekt: In insgesamt 3 Jahren Arbeit hat das Entwicklerteam KOffice auf die neue Version 4 des Qt-Toolkits sowie auf die KDE-4-Bibliotheken portiert. In einzelnen Fällen haben die Programmierer auch das Innenleben ganzer Anwendungen neu geschrieben.

Das ISO-standardisierte Open-Document-Format dient der Bürosoftware nun als natives Format. Das KOffice-Projekt ist mit eigenen Vertretern im ODF-Komitee der Organisation OASIS präsent.

In Version 2.0.0 umfasst das freie Büropaket die Textverarbeitung KWord, die Tabellenkalkulation KSpread sowie das Präsentationsprogramm KPresenter. Ebenfalls dabei sind das Vektorgrafikprogramm Karbon, die Bildbearbeitung Krita sowie KPlato, ein Programm für das Projektmanagement. Aus dem Diagrammeditor KChart wurde ein Plugin, wodurch Diagramme nun in allen KOffice-Anwendungen zur Verfügung stehen.

Zwei vertraute KOffice-Programme sind derzeit nicht in der Sammlung enthalten. Die Desktop-Datenbank Kexi ist noch nicht komplett überarbeitet, jedoch für Version 2.1 angekündigt. Der Flowchart-Editor Kivio ist zurzeit ohne Maintainer, daher ist seine Zukunft ungewiss. Die Release Notes weisen zudem darauf hin, dass die neue Implementierung noch nicht sämtliche Features der Vorgängerversion 1.6 enthält. Bis Version 2.1 sollen sie jedoch neu - und besser - umgesetzt sein.

Als Vorteile der technisch überholten Office-Version streichen die Entwickler unter anderem das neue, vereinheitlichte GUI-Layout heraus: Alle Anwendungen bestehen aus einer Arbeitsfläche, die das Dokument enthält und aus einer Werkzeugleiste, der einzelne Paletten sich als selbstständige Fenster abtrennen lassen.

Die Architektur der Bürosuite setzt nun auf die zentrale Objekt-Bibliothek Flake, die Formen aller Art für alle Anwendungen zur Verfügung stellt. Ob einfache Kreise und Vierecke oder komplexe Diagramme - KWord kann nun Bitmaps aufnehmen, Karbon Diagramme. Auch neue, noch zu programmierende Komponenten werden laut KOffice-Projekt von diesen Möglichkeiten profitieren.

KOffice 2.0.0 gibt es für Linux-Systeme mit KDE oder Gnome, für Windows und Mac OS X. Als nächstes sind Builds für Open Solaris und weitere Unix-Derivate geplant. Die Downloadseite listet derzeit einen Quelltext-Tarball, Kubuntu-Pakete, einen Gentoo-Build sowie Factory-Pakete für Opensuse.

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