Kodi 16 "Jarvis" veröffentlicht

Kodi 16 "Jarvis" veröffentlicht

Renoviertes Media-Center

Tim Schürmann
23.02.2016 Die beliebte Media-Center-Software Kodi ist in einer neuen Version erhältlich, die zahlreiche kleinere Änderungen mitbringt. Zwar betreffen die meisten davon den Unterbau, sie haben aber häufig auch optische Auswirkungen.

Dazu zählt etwa das Event Logging: Auf Wunsch präsentiert Kodi 16 eine Liste mit allen, in der letzten Zeit durchgeführten Aktionen. Darunter finden sich auch Probleme oder Fehler. Als Beispiel nennen die Release-Notes etwa alle Videos, die Kodi nicht in die Bibliothek aufnehmen konnte. Anwender können Probleme so selbst lösen.

Des Weiteren erkennt Kodi jetzt, wenn der Anwender einen Knopf auf der Fernbedienung länger gedrückt hält. Damit lassen sich insbesondere auch Fernbedienungen mit wenigen Knöpfen nutzen. So liegen etwa vielen Android TV-Sticks Fernbedienungen bei, die keinen Knopf für das Kontextmenü besitzen. Letztgenanntes können Nutzer ab sofort aufrufen, indem sie den OK beziehungsweise Enter-Knopf länger gedrückt halten.

Kodi 16 kann ab sofort Videos im 4:3-Format derart auf das 16:9-Format strecken, dass der Inhalt in der Bildschirmmitte nicht verzerrt wird.

Änderungen hat auch der Add-on-Manager erfahren. So heißt der Roll-Back-Button jetzt Update. Der Update-Button öffnet zudem eine Liste mit allen verfügbaren Versionen eines Add-ons. Schließlich lässt sich die automatische Aktualisierung für jedes Add-on deaktivieren.

Die Musik-Bibliothek liest jetzt selbstständig alle Musikdateien aus einem Verzeichnis ein und überträgt sie in die Bibliothek – die in der Vorversion noch notwendigen Handarbeiten sind jetzt nicht mehr notwendig.

Zu diesen größeren Neuerungen listet die offizielle Ankündigung noch zahlreiche weitere kleinere auf. So berücksichtigt Kodi 16 etwa das Musicbrainz „ARTISTS“-Tag in id3v2-, ape- und xiph-Dateien. Es gibt jetzt eine Sortiermöglichkeit in der Form „Künstler / Jahr“, womit sich Alben chronologisch nach Künstler auflisten lassen. Die Entwickler haben zudem die Karaoke-Funktion komplett entfernt, da sie nicht funktioniert hätte. Unter der Haube hat das Kodi-Team kräftig aufgeräumt und nicht mehr benötigten Code entfernt.

Alle Neuerungen insbesondere auch für die anderen unterstützen Betriebssysteme listen die Release-Notes auf. Kodi 16 trägt den Codenamen Jarvis und ging aus der Software XBMC hervor. Die Namensänderung ermöglicht den Entwicklern vor allem gegen unseriöse Angebote vorzugehen.

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