In World of Goo bauen Sie ein Gerüst aus vielen kleinen lebenden Schleimkugeln, den sogenannten Goos. Diese warten brav am Anfang eines jeden Levels darauf, dass sie der Spieler per Drag and Drop an das bereits bestehende Bauwerk ansetzt. Dort verbindet sich dann das schleimige Wesen über gummiartige Verbindungsstreben mit seinen angrenzenden Kollegen. Auf diese Weise entsteht nach und nach eine Brücke, die ein bisschen wie eine komplexe Molekülkette aus dem Chemieunterricht wirkt. Über sie erreichen schließlich alle verbliebenen Goos ein Abflussrohr, das die kleinen Wesen in den nächsten Level absaugt.
Das klingt zunächst recht einfach, wäre da nicht die vermaledeite Physik: Die gesamte Brücke will nicht nur gut ausbalanciert sein, das wabbelige Gebilde biegt sich auch noch im Wind, ist fiesen Stacheln, rotierenden Sägeblättern oder gar Feuer ausgesetzt. Jeder Level hält eine andere Gemeinheit bereit, der es zu trotzen gilt. Als kleinen Ausgleich erhält man spezielle Goos an die Seite gestellt: Einige Tierchen brennen wie Zunder, grüne lassen sich aus der Brücke herausnehmen und wieder andere sorgen als eine Art Luftballon für ordentlichen Auftrieb.
World of Goo ist das Werk des unabhängigen Entwicklerstudios 2D Boy, das lediglich aus den beiden Gründern Kyle Gabler und Ron Carmel besteht. Die zunächst ausschließlich über das Internet zu erwerbende Version für Windows rang der Fachpresse zahlreiches Lob und Entzücken ab. So vergaben die marktführenden PC-Spielezeitschriften GameStar und PC Games 84, beziehungsweise 90 von 100 Spielspaßpunkten. Obendrauf gab es noch jeweils eine Auszeichnung (den „GameStar für besonderen Spielwitz“, sowie den „Gold Award“).
Bereits zum Veröffentlichungszeitpunkt kündigte 2D Boys eine MacOS X und eine Linux-Fassung an. Während erstere bereits erschienen ist, blieb es um das freie Betriebssystem zunächst still. Mittlerweile hat sich Maks Verver einer Portierung angenommen, die nach Angaben des Herstellers bereits das Beta-Stadium erreicht haben soll. Den Entwicklungsfortschritt kann man im Forum oder auf der eigens eingerichteten Linux-Mailingliste verfolgen. Bis zur Veröffentlichung finden Interessierte auf der Homepage ein kleines Video.



