Schleimwelt

Binage, Fotolia.de
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Knobelspiel World of Goo erscheint für Linux

Tim Schürmann
25.01.2009 Warum nicht einmal aus Schleimkugeln Brücken bauen? Das dachten sich auch Kyle Gabler und Ron Carmel und schufen eine süchtig machende Mischung aus Lemmings und Physiksimulation. Von der Fachpresse mit Lob überschüttet, erobern die kleinen Bälle demnächst auch das freie Betriebssystem.

In World of Goo bauen Sie ein Gerüst aus vielen kleinen lebenden Schleimkugeln, den sogenannten Goos. Diese warten brav am Anfang eines jeden Levels darauf, dass sie der Spieler per Drag and Drop an das bereits bestehende Bauwerk ansetzt. Dort verbindet sich dann das schleimige Wesen über gummiartige Verbindungsstreben mit seinen angrenzenden Kollegen. Auf diese Weise entsteht nach und nach eine Brücke, die ein bisschen wie eine komplexe Molekülkette aus dem Chemieunterricht wirkt. Über sie erreichen schließlich alle verbliebenen Goos ein Abflussrohr, das die kleinen Wesen in den nächsten Level absaugt.

Mit der Maus zieht man eine Kugel an ihre neue Stelle im Gerüst.

Das klingt zunächst recht einfach, wäre da nicht die vermaledeite Physik: Die gesamte Brücke will nicht nur gut ausbalanciert sein, das wabbelige Gebilde biegt sich auch noch im Wind, ist fiesen Stacheln, rotierenden Sägeblättern oder gar Feuer ausgesetzt. Jeder Level hält eine andere Gemeinheit bereit, der es zu trotzen gilt. Als kleinen Ausgleich erhält man spezielle Goos an die Seite gestellt: Einige Tierchen brennen wie Zunder, grüne lassen sich aus der Brücke herausnehmen und wieder andere sorgen als eine Art Luftballon für ordentlichen Auftrieb.

Hat die Brücke das Abflussrohr erreicht, werden die nicht verbauten Goos abgesaugt.

World of Goo ist das Werk des unabhängigen Entwicklerstudios 2D Boy, das lediglich aus den beiden Gründern Kyle Gabler und Ron Carmel besteht. Die zunächst ausschließlich über das Internet zu erwerbende Version für Windows rang der Fachpresse zahlreiches Lob und Entzücken ab. So vergaben die marktführenden PC-Spielezeitschriften GameStar und PC Games 84, beziehungsweise 90 von 100 Spielspaßpunkten. Obendrauf gab es noch jeweils eine Auszeichnung (den „GameStar für besonderen Spielwitz“, sowie den „Gold Award“).

Die Level bieten nicht nur grafisch viel Abwechslung.

Bereits zum Veröffentlichungszeitpunkt kündigte 2D Boys eine MacOS X und eine Linux-Fassung an. Während erstere bereits erschienen ist, blieb es um das freie Betriebssystem zunächst still. Mittlerweile hat sich Maks Verver einer Portierung angenommen, die nach Angaben des Herstellers bereits das Beta-Stadium erreicht haben soll. Den Entwicklungsfortschritt kann man im Forum oder auf der eigens eingerichteten Linux-Mailingliste verfolgen. Bis zur Veröffentlichung finden Interessierte auf der Homepage ein kleines Video.

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Kommentare
nicht ganz unnötig
Joerg (unangemeldet), Sonntag, 25. Januar 2009 18:40:52
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Ich hatte mir überlegt, mir das Spiel zuzulegen - was dann unter Windows gewesen wäre - schon weil der Vertriebsweg und das weglassen eines Kopierschutzes unterstützenswert ist.
Zwar war ich auch erstmal enttäuscht, dass es erst eine Beta ist - aber so weiß ich wenigstens ,dass sich das warten auf die Tux-Version lohnt und ich kann mir wieder das Hochfahren von Win einmal mehr sparen :)
Oder kurz: ich finde den Artikel schon sinnvoll.


Bewertung: 165 Punkte bei 26 Stimmen.
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Warum dieser Bericht?
Tobias (unangemeldet), Sonntag, 25. Januar 2009 16:21:54
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Was soll ein Bericht über ein Programm/Spiel, das es noch gar nicht für Linux gibt. Warum nicht einfach warten, bis es das Spiel wirklich für Linux gibt.


Bewertung: 176 Punkte bei 27 Stimmen.
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Re: Warum dieser Bericht?
Tim Schürmann, Dienstag, 27. Januar 2009 20:12:24
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Aus genau den Gründen, die schon Joerg nennt: Zum einen erfährt man, dass es überhaupt ein neues, kommerzielles Linux-Spiel geben wird und zum anderen, dass sich Linux-Anwender nicht die Windows-Version kaufen müssen.


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