Shuttleworth über Nexus 7, Ubuntu für Android, Valve

Keynote: UDS-R in Kopenhagen eröffnet

Keynote: UDS-R in Kopenhagen eröffnet

Kristian Kißling
29.10.2012 Ubuntus Hauptsponsor Mark Shuttleworth hat traditionell den Ubuntu Developer Summit (UDS-R) eröffnet, der diesmal in Kopenhagen stattfindet. Auf ihm planen die Ubuntu-Entwickler die Zukunft der nächsten Ubuntu-Version 13.04 (Raring Ringtail).

Shuttleworth lobte zunächst den Release 12.04 als "phänomenal" und bezeichnete die neue Version 12.10 als Meilenstein für eine Ubuntu-Plattform, die auf diversen Geräten unterschiedlicher Form und Größe läuft. So werde man ab Version 14.04 in der Lage sein, ein einziges Sicherheitsupdate für diverse Plattformen auszuliefern, vom Smartphone, über das Tablet bis hin zu Servern und Supercomputern.

Diese Bandbreite an Möglichkeiten, so Shuttleworth in seiner Keynote, sei einzigartig in der Computerwelt und das würden nun auch Andere erkennen. Man solle nicht kleinreden, was für ein Meilenstein es sei, dass ein kommerzielles Unternehmen wie Valve Steam für Linux ausliefere. Die Consumer-Software-Industrie käme nun, um herauszufinden, was möglich sei. Auch EA wolle nun nach den ersten Erfahrungen seine Angebote für Ubuntu erweitern.

Auch über Hardware-Projekte sprach Shuttleworth recht ausführlich: Während sich das Projekt Sputnik von Dell noch in der Entwicklung befände, würden in China in dieser Woche Pavilion-Rechner mit vorinstalliertem Ubuntu ausgeliefert. Ubuntu laufe nun auf Rechnern der vier größten PC-Hersteller der Welt als Alternative zu Windows.

Zugleich wolle man die Fühler weiter in Richtung mobile Welt ausstrecken: Mit dem Nexus 7 wählt das Ubuntu-Projekt ein konkretes Gerät, auf dem man Ubuntu zum Laufen bringen will. Die Referenzplattform sei, so Shuttleworth, recht günstig und zugleich performant. So sei man besser in der Lage, sich über Fehler und Probleme auszutauschen. Nicht zuletzt demonstrierte er live ein Ubuntu für Android in Aktion, das nun offenbar auch SMS senden und empfangen kann.

Abschließend verwies Shuttleworth noch auf die neuen Entwicklungen im Server-Bereich. Er hob Juju hervor, das es nun mit Hilfe der so genannten Charms erlaube, in der Cloud schnell und einfach Dienste aufzusetzen - als Beispiel nannte er einen neuen Charm für Tomcat. Er berichtete über die Cloud-Images von Ubuntu für die Windows-Cloud Azure und über die Fortschritte bei MaaS (Metal as a service) mit dem es nun möglich sei, mehrere Cluster mit Ubuntu zu füllen. Am Ende der Keynote rechtfertigte er noch einmal seine Gedanken zum "geheimen" Prototyping und stellt das Wappentier für Raring Ringtails vor. Weitere News von UDS-R folgen in den nächsten Tagen.

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