Wenn der Linux-Kernel Schluckauf bekommt, produziert er ein mehr oder weniger kryptisches Fehlerprotokoll, eine sogenannte Oops-Nachricht. Die Programmierer des Kernels können aus diesen Informationen ablesen, was zu dem Chaos im Speicher führte. Dadurch lässt sich der verursachenden Fehler hoffentlich schneller beseitigen.
Um den Kernelentwicklern etwas unter die Arme zu greifen, sammelt die Internetseite kerneloops.org derartige Meldungen in einer großen Datenbank. Jetzt, nur kurz nach ihrem ersten Geburtstag, registrierte das Projekt den hunderttausendsten Oops. Der gemeldete Fehler wurde vom Treiber iwlwifi verursacht, der sich um die Intel WiFi-Adapter "Wireless WiFi Link 4965AGN" und "PRO/Wireless 3945ABG" kümmert.
Zur Feier des Tages hat Arjan van de Ven auf der Kernel Mailingliste zudem noch ein paar weitere interessante Statistiken veröffentlicht. So wurden die meisten Oopses bislang vom Madwifi-Treiber (genauer gesagt der Datei "external/madwifi/wrapper") verursacht, dicht gefolgt vom Journaling Block Device (JDB, fs/jbd/journal.c) und dem Parallelport (drivers/parport/proxfs.c). Erst mit etwas Abstand folgt auf Platz Vier der binäre fireglx-Treiber für ATI-Grafikkarten.
Van de Ven merkt bei dieser Gelegenheit in seiner E-Mail außerdem an, dass die Entwickler insgesamt gute Arbeit bei der Beseitigung der wichtigsten aufgetretenen Fehler geleistet haben.



