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Kenai: Sun richtet eigene Community-Site ein

12.09.2008

Das Unternehmen Sun hat eine eigene Website namens Kenai eingerichtet, auf der Open-Source-Projekte ihren Code hosten sollen. Sun Microsystems bezeichnet sich mittlerweile als "größtes Open-Source-Unternehmen" und ist nach eigenen Angaben derzeit an über 750 Open-Source-Projekten beteiligt. Daher habe das Unternehmen ein eigene Infrastruktur für deren Hosting benötigt. Daneben soll Project Kenai der Open-Source-Welt im Ganzen zu gute kommen.

Die Webanwendung, derzeit als "Beta" bezeichnet, ist mit dem Framework Ruby on Rails umgesetzt. Daneben bietet sie Mercurial und Subversion zur Verwaltung der Quelltexte an, Bugzilla dient als Issue Tracker, Sympa ist für die Mailinglisten zuständig. Weitere technische Details nennt Sun-Mitarbeiter Tim Bray in seinem Weblog.

Zu den Sun-eigenen Projekten, die auf Kenai untergebracht sind, zählen die Virtualisierungssoftware XVM Server und JRuby, die Java-Implementierung der Skriptsprache Ruby. Wer selbst ein Projekt dort einstellen möchte, findet Informationen auf der FAQ-Seite.

Wie Suns Open-Source-Chef Simon Phipps schreibt, soll Kenai auch dem Wildwuchs der vielfältigen Open-Source-Lizenzen entgegenwirken. Hier arbeitet die Firma mit der Open Source Initiative (OSI) zusammen. Die Organisation hat einen Bericht zusammengestellt, der sich mit einer Vereinfachung des Lizenzwesens befasst. Entwickler sollen leichter wählen können, Lizenzen die einander nur duplizieren soll vermieden werden, zudem empfiehlt das OSI, auf die Kompatibilität zu anderen Lizenzen zu achten. Kenai bietet Entwicklern beim Anlegen eines neuen Projekts nur die vom OSI als "empfehlenswert" eingestuften Lizenzen an. Andere Lizenzen seien allerdings nicht ausgeschlossen, betont Phipps, sie seien in einem zweiten Schritt hinzuzufügen. Sun Microsystems selbst hat bei der Freigabe des Open-Source-Java nicht auf hauseigene Lizenzen, sondern auf die verbreitete GPLv2 gesetzt.

Konzept und Ausstattung der Kenai-Website erinnert an Projekt-Hosting-Seiten wie Google Code oder Sourceforge. Möglicherweise spielt auf die zweite Plattform auch das Kenai-Motto "More Than Just a Forge" an.

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