PDF-Monopol

Kampagne gegen Übermacht des Adobe Reader

Kampagne gegen Übermacht des Adobe Reader

Anika Kehrer
13.09.2010
Die Free Software Foundation Europe (FSFE) will Belege für alternativlose Adobe-Reader-Downloadlinks öffentlicher Institutionen zusammentragen und eine Petition gegen "Werbung für proprietäre Software" einreichen.

Die FSFE sammelt bis zum 17. Oktober 2010 Belege für Regierungswebseiten, auf denen einseitig auf proprietäre PDF-Reader hingewiesen wird - sprich, den Adobe Reader. Mit Hilfe der EU-Bürger will sie Sturm laufen gegen "Werbung für proprietäre Software zur Darstellung von PDF-Dokumenten". Es gäbe freie Reader, argumentiert die Organisation, die zum Beispiel die FSFE in dem eigenen Projekt Pdfreaders.org zusammenträgt. "Jedes Mal, wenn eine staatliche Webseite auf unfreie Software verlinkt und Besucher dazu anhält, diese zu benutzen, werden die Bürger unnötigerweise dazu ermuntert, ihre Freiheit wegzuwerfen", findet FSFE-Präsident Karsten Gerloff. Zu der Frage, wie Anwender ohne weiteren Hintergrund in der Lage sein sollen, verschiedene freie Programme zu beurteilen, äußert sich die FSFE allerdings nicht.

Ist es in Ordnung, allein den Adobe Reader zu nennen? Die FSFE findet: Nein.

Das 2009 ins Leben gerufene Sammelprojekt Pdfreaders.org sei die "Antwort auf die Angewohnheit öffentlicher Organe, für ein bestimmtes unfreies Produkt auf ihren Webseiten zu werben", heißt es als Hintergrundinfo in dem Aufruf. Wer sich an der Adobe-Reader-Belegsammlung beteiligen möchte, findet auf der Kampagnenseite ein kleines Webformular, in das etwa der Name der Institution, der betroffene Staat und eine URL einzutragen sind. Gleichzeitig gibt es eine Petition "gegen die Werbung für unfreie Software auf den Webseiten der Regierungen", die man gegen eine Mail an "pdfreaders[at]lists[dot]fsfe[dot]org" unterzeichnen kann.

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Kommentare
Alternativen zum Adobe-Reader Plugin für Firefox
JB-CTU 2001 (unangemeldet), Montag, 13. September 2010 21:04:24
Ein/Ausklappen

Mir bzw. Uns wird der Acrobatreader langsam zu aufgebläht und träge.
Das schlimmste daran ist, dass es ihn nativ für 64bit immer noch nicht gibt.

Leider sind wir diesem Ungetüm immer noch ausgeliefert, da einige
Webanendungen bei uns PDF-Dateien erzeugen in denen Formularfelder automatisch ausgefüllt werden und bearbeitbar bleiben
sollen (die Felder im generierten PDF).

Leider geht das immer noch nur mit dem Adobe-Plugin für Firefox und nur im Firefox (ich nenne hier nur Firefox, da dies unser Unternehmensbrowser ist, ein Wechsel zu einem Alternativ-Browser ist nicht so ohne weiteres möglich).

Alle Versuche schlugen fehl, eine FDF-datei an externe Reader weiterzureichen und die Felder bearbeitetbar zu belassen. Selbst der Acrobat (externe Version) streikt hier.

Imho geht das es immer nur mit dem bl....en Plugin, unsäglich langsam, da der komplette Reader immer nach geladen wird.

Gibt es da schon Alternativen? Habe gehört Google hat sowas für Chrome. Konnte das aber noch nicht testen, mangels Zeit.


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