KOffice 2.1 eingeschränkt fertig, Karbon gebrauchsfertig

KOffice 2.1 eingeschränkt fertig, Karbon gebrauchsfertig

Bedingt einsatzbereit

Mathias Huber
25.11.2009 Rund ein halbes Jahr nach großen technischen Umbauten hat das KOffice-Projekt Version 2.1 seiner freien Büro-Suite veröffentlicht. Doch auch diese Release ist noch nicht für den Alltagseinsatz gedacht.

Eine Ausnahme sei das Vektorgrafik-Programm Karbon, meint Nuno Pinheiro, der Designer des KDE-Theme Oxygen: "Ich habe Karbon getestet, und es eignet sich auf jeden Fall für richtige Arbeit, auch wenn noch einige fortgeschrittene SVG-Features fehlen".

Der Rest des Programmpakets demonstriert den derzeitigen Entwicklungsstand und richtet sich nicht an Endanwender, sondern an Entwickler, Tester und experimentierfreudige Software-Liebhaber. Noch immer bietet der auf neuer Technologie wie Qt 4 fußende Zweig 2.x nicht alle Features von KOffice 1.6, auch sind nicht alle Programme in der Suite enthalten. Das soll sich erst mit Version 2.2 oder 2.3 ändern.

Für Release 2.1 haben die Entwickler einige Verbesserungen vorgenommen, beispielsweise an der Verarbeitung des Open-Document-Formats (ODF). Vor allem an Listen haben sie gearbeitet. KOffice ist nach Open Office die zweitgrößte Implementierung des ODF-Standards und kommt beispielsweise in Maemo zum Anzeigen von Office-Dokumenten auf Mobilgeräten zum Einsatz. Durch die Arbeit für Nokias Gerät N900 hat auch der Import von Microsoft-Word- und -Powerpoint-Dateien Fortschritte gemacht.

Die Textverarbeitung KWord erhielt eine neue Tabellen-Implementierung, die aber noch nicht ganz fertiggestellt ist. Eine neue Funktion erlaubt es dem Anwender, Änderungen am Dokument zu verfolgen: Einfügungen, Löschungen und Umformatierungen kann er sich farbig markiert anzeigen lassen. Das Präsentationsprogramm KPresenter bietet nun eine endlose Arbeitsfläche und nummerierte Folien. Spürbare Fortschritte gibt es beim Projektmanagement-Tool KPlato. Weitere Komponenten erfuhren Bugfixes und kleine Verbesserungen.

KOffice 2.1 steht im Quelltext und teilweise in Binärpaketen zum Download bereit. Die Entwickler bitten, Bugs zu melden, insbesondere im Zusammenhang mit Abstürzen und der ODF-Unterstützen. Daneben freut sich das Projekt besonders über Berichte zu KOffice 2.1 auf Nicht-Unix-Plattformen, da die meisten Entwickler selbst Linux verwenden und andere Betriebsysteme in der Regel weniger Aufmerksamkeit erfahren.

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