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KDE und Gnome planen gemeinsame Entwicklerkonferenzen
KDE und Gnome planen gemeinsame Entwicklerkonferenzen

23.04.2008

Die Projekte hinter den Linux-Desktops KDE und Gnome wollen ihre Entwicklerkonferenzen im nächsten Jahr parallel abhalten und laden zum ersten Mal gemeinsam ein.

In ungewohnter Einigkeit präsentieren sich die freien Projekte und kündigen für den Sommer 2009 die erste Konferenz an, bei der die jeweiligen Entwickler von KDE und Gnome am gleichen Ort ihr Jahrestreffen abhalten. Rund 800 Entwickler werden zu den Hauptkonferenzen namens Akademy und GUADEC erwartet, die dann als eine große Parallelveranstaltung stattfinden sollen. Über die jeweiligen Webseiten von KDE und Gnome wird nun ein passender Gastgeber und Ort für die Konferenz gesucht. An den Ort des Zusammentreffens stellt dies besondere Herausforderungen, wie die Webseite selbstbewusst formuliert: "Ein gemeinsam organisiertes Treffen würde eines der größten Events des Planeten begründen, gewidmet freier Software auf dem Desktop."

Dem Leiter von KDE e. V., Cornelius Schumacher, ist bewusst, wie ungewöhnlich die gemeinsame Einladung scheint: "Dies repräsentiert eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Communities, die manche niemals für möglich gehalten hätten", sagt er in der Pressemitteilung. Der Leiter der Gnome Foundation und Red-Hat-Mitarbeiter, Behdad Efahbodof, sieht bei den Projekten mehr Gemeinsames als Trennendes und prophezeit Erfolge: "Der große Gewinner der gemeinsam-organisierten Veranstaltung wird freie Software auf dem Desktop. Wenn wir die Entwickler am gleichen Ort zusammenbringen, kann das nur zu besserer Zusammenarbeit und noch höherer Qualität der Software für unsere Anwender führen."

Betrachtet man die Entwicklung der letzten Jahre etwas genauer, ist das Zusammenrücken der beiden Projekte nicht gar so überraschend: Spätestens seit einem Treffen von Desktop-Linux-Architekten im Dezember 2005 haben KDE- und Gnome-Entwickler häufiger zusammengearbeitet. Damals organisiert von den Open Source Development Labs (OSDL), heute aufgegangen in der Linux-Foundation, fanden die Entwickler im so genannten Portland Project einige Gemeinsamkeiten. Das Resultat: Portland 1.0, eine erste gemeinsame Grundlage für Benutzeroberflächen für Linux-Desktops. Der OSDL-Nachfolger Linux Foundation könnte sich also als Anstifter der Zusammenarbeit betrachten. Dementsprechend erfreut äußert sich der Geschäftsführer der Stiftung, Jim Zemlin: "GUADEC und Akademy am gleichen Ort zu haben sind gute Nachrichten für den Linux Desktop."

Bis zum 15. Juni 2008 werden von beiden Projekten Vorschläge für den Konferenzort gesammelt, und trotz der Absichtserklärung sind aus organisatorischen Gründen auch Vorschläge für getrennte Orte willkommen

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