Dazu dient unter anderem der derzeitige Gran Canaria Desktop Summit, auf den auch zwei Mitarbeiter der Firma Shortcut AS gereist sind, die auf Gitorious.org Git als Software as a Service (SaaS) anbietet. Zu den bekanntesten Nutzern von Gitorius.org zählt die Nokia-Tochter Qt Software, die die GPL-Quelltexte ihres GUI-Toolkits dort verwaltet.
Wie der Amarok-Entwickler Jeff Mitchell in einem Blogeintrag schreibt, könnte KDE vom externen Hosting seines Quellcodes profitieren: Die Firma Shortcut würde die Erreichbarkeit der Server in einem Service Level Agreement (SLA) garantieren, und die Gitorious-Benutzerverwaltung würde KDEs eigene Systemadministratoren entlasten. Bei einer persönlichen Besprechung mit den Shortcut-Mitarbeitern auf dem Desktop Summit seien allerdings nicht alle KDE-Vertreter davon überzeugt gewesen.
Amarok möchte als eines der ersten KDE-Projekte auf Git umsteigen und bietet sich als Versuchskaninchen für die Umstiegsphase an. Mit den Gitorious-Entwicklern arbeitet das Amarok-Team derzeit an einer Umsetzung von Post-Commit-Hooks.
Weitere Details und Diskussionen finden sich auf der themenspezifischen Mailingliste KDE-SCM-interest. Nicht alle KDE-Mitglieder können sich offenbar mit dem Gedanken anfreunden, ihren Code auswärts zu hosten. Der KDE-Entwickler Albert Astals Cid zitiert aus einer IRC-Sitzung: "Der KDE-Code ist unser höchstes Gut als Community. Ihn in fremde Hände zu geben, ist wie das Kind in ein Internat zu schicken - manche Eltern tun das, ich aber mag das gar nicht."



