KDE-Team stellt erste Version des Frameworks für konvergente Apps vor

KDE-Team stellt erste Version des Frameworks für konvergente Apps vor

Kirigami 1.0 veröffentlicht

Tim Schürmann
10.08.2016 Nach der Ankündigung im März haben die KDE-Entwickler Taten folgen lassen und jetzt die erste Version ihres neuen Frameworks veröffentlicht. Kirigami soll vor allem die Entwicklung von Tablet- und Smartphone-Apps erleichtern.

Das Framework baut auf den Qt Quick Controls auf. Es bietet Entwicklern vorgefertigte Komponenten, mit denen sie schnell einheitliche Benutzeroberflächen für unterschiedliche Geräte erstellen können. Im Fokus stehen dabei vor allem Smartphones und Tablets, die Apps sollen aber auch auf dem Desktop laufen.

Das Kirigami-Framework folgt dabei den vom KDE-Team festgelegten Kirigami Human Interface Guidelines. Unter anderem sind die Inhalte der App auf Seiten untergebracht, zwischen denen man mit horizontalen Wischgeseten wechselt. Die Kirigami-Komponenten für Smartphones sind zudem auf die Bedienung mit einer Hand ausgelegt. Die mit Kirigami erstellten Benutzeroberflächen passen sich automatisch der Bildschirmgröße an und nutzen unter anderem auf Tablets den zusätzlichen Platz besser aus.

Für Entwickler steht seit gestern die erste Version des Kirigami-Frameworks bereit. Sie unterstützt derzeit die Erstellung von Anwendungen für Android, Linux (sowohl X11 als auch Wayland), Windows und Plasma Mobile. Die Unterstützung von iOS gilt noch als experimentell, eine Unterstützung von Ubuntu Touch ist geplant. Langfristig soll Kirigami ein Teil der KDE Frameworks 5 werden. Als sogenanntes Tier 1 Framework wird es aber auch weiterhin nur von Qt abhängen und somit eigenständig nutzbar bleiben.

Die erste mit Kirigami erstellte App war die Taucheranwendung Subsurface-mobile. Sie gibt es derzeit für Android, eine Version für iOS soll folgen. Seit Juni gibt es zudem den Comic-Buch Reader Peruse, der unter Linux, Windows und Plasma Mobile läuft.

Der Begriff Kirigami bezeichnet eine japanische Papierfaltkunst (ähnlich dem Origami). Der Name spielt dabei auf die „Seiten“ an, aus denen sich eine Kirigami-App zusammensetzt.

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