Adressvervollständigung in Kontact/Kmail

KDE 4.9 verspricht Besserung

KDE 4.9 verspricht Besserung

Markus Feilner
23.04.2012
Auf der Mailingliste des KDE-PIM-Projekts hat der Entwickler Till Adam angekündigt, die für August geplanten KDE-Version 4.9 werde die Fehler beim Lesen der Adressbücher eines Benutzers beheben. Damit beseitigen die Entwickler ein wichtiges Ärgernis, das zahlreiche Anwender zu Mails auf der Mailingliste veranlasst hatte.

Seit der KDE-Version 4.8. mussten Anwender von Kmail oder Kontact einen Adressaten manuell aus dem Adressbuch auswählen. Die automatische Vervollständigung, die bereits beim Eintippen den von Nepomuk und Strigi aus den Akonadi-Ressourcen gebauten Index durchsuchen soll funktioniert in dieser Ausgabe des Groupware-Clients nicht oder nur unzureichend. Anwender berichteten, ihnen würden nur die zuletzt verwendeten Adressen angeboten, nicht aber die Kontaktdaten aus Einträgen in ihren Adressbüchern. Kontakte, die in Adressbuch-Ressourcen wie einem Kolab-Groupware-Server, einem LDAP-Verzeichnis oder in einem Google-Account gespeichert sind, musste der Benutzer von Hand eintippen oder per Drag and Drop kopieren und einfügen. Bis zur Version 4.7 hatte das noch einwandfrei funktioniert, doch seit mehreren Wochen häuften sich die Anwenderberichte zu diesem Problem.

Kontact aus KDE 4.8.2 im Einsatz auf Open Suse Tumbleweed.

Kontact aus KDE 4.8: Ohne Autocompletion von Adressen

Die Entwickler sind dem Fehler jetzt offenbar auf die Spur gekommen, nachdem anfangs nicht klar war, ob Strigi, Nepomuk, Soprano oder Akonadi dafür verantwortlich waren. Jetzt schreib Till Adam aus dem KDE-PIM-Team auf der Mailingliste:

"In der 4.9 funktioniert die Suche wieder und findet zudem mehr und besser passende Einträge. Zusätzlich haben wir jetzt eine Suchfunktion, die direkt an Nepomuk geht und den String gegen alle Nepomuk bekannten E-Mail-Adressen matcht, nicht nur die, die in Akonadis Adressbüchern gespeichert sind."

Damit wird der Mailclient auch Adressen anzeigen, die in lokalen, von Nepomuk indizierten Dokumenten vorkommen -- oder in jeder anderen Quelle, die ihre Daten von dem Suchdienst indizieren lässt, wie zum Beispiel Chat- und andere Programme. Als nächstes, so Adam, stehe an, die so gefundenen E-Mail-Adressen in "higher level 'person' objects" zu speichern, doch auch das ist offenbar bereits in Arbeit.

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