KDE 4 mit neuem Job-Konzept

KDE 4 mit neuem Job-Konzept

Daniel Molkentin
24.01.2007

Die KDE-Entwickler haben sich in Version 4 des Desktops ein völlig neues Konzept für im Hintergrund laufende Jobs ausgedacht. Vater des Gedanken ist das Problem, dass jedes Programm für Downloads, Brennvorgänge und andere Operationen einen eigenen Dialog besitzt. In KDE 4 sollen diese Informationen nach dem Willen der Entwickler an einem zentralen Punkt in der GUI zusammenlaufen: Egal ob Dateitransfer, Druck- oder Brennvorgang: Alle Jobs sollen an einem zentralen Ort gebündelt werden und von dort aus steuerbar sein.

Die Idee, alle laufenden Job-Verarbeitungen von einer zentralen Stelle aus zu steuern verfolgen viele Programme. So kommen die meisten modernen Browser wie Firefox, Opera oder Konqueror von Anfang an mit einem Download-Manager und auch Programme wie K3b haben individuelle Wege gefunden, ihren Arbeitsfortschritt in eigenen Fenstern zu signalisieren. Die Bündelung an einer zentralen Stelle innerhalb des KDE-Desktops ist damit der logische nächste Schritt.

Der neue Fortschrittsdialog soll alle Jobs in einer einzigen Ansicht bündeln.

Dabei hilft das kürzlich stabil gewordene D-BUS-Protokoll bei der Kommunikation mit den einzelnen Anwendungen. Nach einem auf kde-look.org veröffentlichten Vorschlag arbeitet nun Rafael Fernandez Lopez daran, diese Vision in die Realität umzusetzen: In der aktuellen Version, die vor kurzem in KDE einfloss, zeigen Programme ihre Jobs in einem zentralen Fenster an. Über Schaltflächen kann der Benutzer Einfluss auf die Jobs nehmen und sie so etwa unterbrechen oder stornieren.

Programme wie Konqueror, die bislang bei allen Transfers einen externen Dialog öffnen, definieren außerdem künftig selber, wie sie zusätzlich den Verlauf einer Operation visualisieren möchten. Im Vorschlag integriert der Dateimanager den Kopierstatus einfach in den Dateieigenschaften.

Ähnliche Artikel

Kommentare
Re: KDE 4 mit neuem Job-Konzept
Ulf B., Donnerstag, 25. Januar 2007 22:15:54
Ein/Ausklappen

Hi Daniel,

sehr interessantes Konzept was sich die KDE Entwickler dort haben einfallen lassen. Kommt so etwa an (Super-)Karamba oder vergleichbare Tools heran, welche bestimmte Informationen auf dem Desktop ablegen. Diese Statusliste könnte ja um Systemresourcen (CPU-Last, RAM-bedarf, Netzwerkauslastung, Festplattenplatz, Sensors Daten, ...) ergänzt werden.

Ciao
Ulf

PS: Was haltet Ihr denn davon? Ideen? Evtl. könnte man die dann den KDE-Entwicklern zukommen lassen.




Bewertung: 257 Punkte bei 85 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 3 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...