KAdressBook wird erste Akonadi-Anwendung in KDE 4.4

KAdressBook wird erste Akonadi-Anwendung in KDE 4.4

Kontaktpflege

Tim Schürmann
01.10.2009 Akonadi heißt das Zauberwort für die Datenspeicherung auf dem KDE-4-Deskop. Doch noch nutzt keine der KDE-4-Anwendungen den Dienst wirklich. Das KDE-Adressbuch soll nun den Anfang machen.

Akonadi heißt der mit KDE 4 eingeführte Datenverwaltungsdienst, auf den zukünftig vor allem die PIM-Programme KMail, KOrganizer & Co. aufsetzen sollen. Bislang war davon jedoch in KDE 4 nur wenig zu sehen. Wie der KDE-Entwickler Tobias König in seinem Blog ankündigt, soll jetzt endlich KAdressBook den Anfang machen. Die anderen Anwendungen, wie etwa das beliebte E-Mail-Programm, folgen erst in KDE 4.5. Der Grund für diese Aufteilung liegt laut den Entwicklern im viel zu kurzen Zeitraum bis zur Veröffentlichung von KDE 4.4 und dem unterschiedlich komplex aufgebauten Quellcode der einzelnen PIM-Anwendungen.

Im Blog-Eintrag von Tobias König findet man bereits erste Screenshots des neuen KAdressBook. Die Werkzeugleisten wurden entrümpelt, die gesamte Oberfläche so einfach wie möglich gestaltet. So orientiert sich das dreigeteilte Hauptfenster stark am Adressbuch aus Mac OS X: Auf der linken Seite findet der Anwender eine Liste mit den Adressbüchern, die Kontakte des jeweils ausgewählten erscheinen in der Mitte. Der Bereich auf der rechten Seite enthält die Detailinformationen der selektierten Adresse. Dank Akonadi erscheinen in der mittleren Spalte auch die Kontaktgruppen (ehemals bekannt als Verteilerlisten beziehungsweise Distribution Lists). Adressbücher lassen sich über Unterverzeichnisse weiter unterteilten. Die von Akonadi prinzipiell unterstützten virtuellen Ordner folgen erst in einer späteren KAdressBook-Version.

Die Hauptansicht des für KDE 4.4 geplanten neuen KDE-Adressbuchs.

Wem die dreigeteilte Ansicht noch nicht spartanisch genug ist, schaltet in einen „Simple UI Mode“. Sie besteht nur aus einer Suchleiste und den Detailinformationen zum gefundenen Kontakt. Zwei zusätzliche Schaltflächen blättern dann zwischen allen vorhandenen Adressen hin- und her.

Das ebenfalls generalüberholte Eingabefenster für Kontakte steht auch allen anderen, auf Akonadi aufsetzenden Anwendungen zur Verfügung. Neben Registern für Geschäftsadresse und persönliche Daten (wie etwa dem Geburtstag) markiert es den Ort einer Adresse auf einer Weltkarte – praktisch insbesondere bei internationalen Kontakten. In zukünftigen Version soll sich das Eingabefenster zudem über Plugins erweitern lassen. Auf diese Weise können anderen Anwendungen ihre eigenen Daten im Adressbuch speichern.

Neben den Änderungen an der Oberfläche hat sich auch das Speicherformat geändert. So legt das neue KDE-Adressbuch jede Adresse und Kontaktgruppe in einer eigenen Datei ab.

In seinem Blog-Eintrag lobt Tobias König die Akonadi-Architektur. So habe er den alten, hässlichen, historisch gewachsenen Code über Bord werfen können, der Quellcode sei nun kleiner, klarer und besser strukturiert. Anwender warnt der Autor jedoch schon einmal vor: Da das neue KAdressBook somit eine Neuentwicklung sei, würde es zunächst weniger Funktionen umfassen, als die alte Version.

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