Neues vom Systemd

Journal-Funktion erlaubt komfortable Statusabfrage

Journal-Funktion erlaubt komfortable Statusabfrage

Andreas Bohle
21.05.2012 Mit dem Systemd entwickelt eine Gruppe um Lennart Poettering ein neues zentrales Werkzeug für Linux- und Unix-Systeme. Ursrprünglich konzipiert um alte Bootsysteme zu ersetzen, übernimmt es nun zunehmend mehr Funktionen.

Im dreizehnten Teil seiner Blog-Serie über den Systemd zeigt Lennart Poettering, wie die zentrale Komponente das Logging von Systemdaten erlaubt. Dabei haben die Entwickler die alten Syslog-Implementationen im Auge behalten und versucht, in Teilen zu dieser kompatibel zu bleiben. So existieren bei der neuen Abfrage nach dem Status eines Daemons beispielsweise Kommadozeilen-Optionen, die ein ähnliches Verhalten erzeugen, wie beil altgedienten Tail.

Allerdings fällt die Ausgabe bei Systemd etwas umfangreicher aus: So erfährt man zugleich, welches Binary zum jeweiligen Dienst gehört, welche Statusmeldung die Software beim Start ausgegeben hat, wie lange der Prozess schon läuft und welcher Cgroup er angehört. Letzteres verweist auf ein elementares Konzept, dass sich der Systemd zunutze macht, um die zahlreichen Prozesse im System besser kontrollieren zu können.

Systemd mit der neuen Journal-Funktion ist auf der aktuellen Fedora 17, Codename "Beefy Miracle" integriert. Sie finden die Distribution voraussichtlich auf der Heft-DVD der kommenden Ausgabe der Zeitschrift LinuxUser 07/2012, die ab 21. Juni am Kiosk liegt.

Die Blog-Einträge von Poettering sind oft harter Tobak, lohnen sich aber wegen des exklusiven Einblicks, den der Entwickler in seine Arbeit gewährt. Dieser fällt etwas kürzer aus, aber wem es nach mehr gelüstet, der findet in den anderen zwölf Teilen, die er bisher geschrieben hat, reichlich Material zum Schmökern.

Ähnliche Artikel

  • Zusammengesetzt
    Das Linux der Zukunft basiert nicht mehr auf Paketen, sondern auf virtuellen Containern, die Sie flexibel kombinieren. Das eröffnet viele Freiheiten und Möglichkeiten – sagt zumindest Systemd-Entwickler Lennart Poettering.
  • Neuerungen in Systemd

    Auf der Mailingliste hat Systemd-Entwickler Lennart Poettering Version 202 der Software angekündigt.
  • Systemd als Schaltzentrale für das Linux-System
    Systemd polarisiert die Community – und hat zugleich das Zeug dazu, alte Gräben zu schließen und eine einheitliche Basis für Linux zu bilden.
  • Neues von Systemd

    Auf der australischen Konferenz Linux.conf.au hat der Red-Hat-Entwickler Lennart Poettering weitere nützliche Features seiner alternativen Init-Software Systemd vorgestellt.
  • Systemd für Debian

    Das alternative Init-System Systemd existiert nun in Debians Experimental-Zweig und lässt sich zum Starten der freien Linux-Distribution verwenden.

Kommentare

Aktuelle Fragen

MS LifeCam HD-5000 an Debian
Kay Michael, 13.04.2016 22:55, 0 Antworten
Hallo, ich versuche die oben erwähnte Cam an einem Thin Client mit Debian zu betreiben. Linux...
Import von Evolution nach KMail erzeugt nur leere Ordner
Klaus-Christian Falkner, 06.04.2016 12:57, 2 Antworten
Hallo, da ich vor einiger Zeit von Ubuntu auf Kubuntu umgestiegen bin, würde ich gerne meine E...
Sophos lässt sich nicht unter Lubuntu installieren
Chrstina Turm, 30.03.2016 20:56, 3 Antworten
Hi Leute, habe mir vor paar Tagen auf ein Notebook, das ohne Linux ausgedient hätte, Linux dr...
Novell Client auf Raspbian
Chris Baum, 16.03.2016 15:13, 3 Antworten
Hallo Community, ich hätte eine Frage, und zwar geht es um folgendes: Ich möchte eine Datei...
Pantheon konfigurieren (eOS)
John Smith, 16.03.2016 13:50, 0 Antworten
Hallo ins Forum, ich bin neu in der Linuxwelt und fühle mich bereits sehr wohl. Mein neues Sys...