In seinem Blog stellt Canonicals Mitarbeiter Jorge O. Castro die so genannten B-Seiten für Ubuntu vor. Dabei handelt es sich um Software, die es nicht in die Standard-Installation von Ubuntu geschafft hat.
Das Wort muss man vielleicht erklären, da einige Leser Schallplatten nur noch aus dem Geschichtsunterricht kennen. Singles, das waren (und sind zum Teil noch immer) kleine Schallplatten, die auf der Vorderseite den Song einer Band enthielten, der gewöhnlich vom neu veröffentlichten Album stammte (Album = große Platte -> alle Songs). Da Singles zwei Seiten besaßen, füllten viele Bands die Rückseite mit einem eher unbekannten Track, der oft auch nicht auf dem Album erschien, sozusagen als Bonus-Material. Diese B-Seiten waren insbesondere bei Sammlern recht begehrt, erreichten aber – mit Ausnahmen – keine so große Popularität wie die A-Seiten.
Solche B-Seiten soll es nun auch für Ubuntu geben. Castro hat dafür zusammen mit Mathieu Trudel-Lapierre ein PPA eingerichtet, also eine externe Paketquelle für Ubuntu. Diese bringt eine Auswahl von Programmen mit, die Castro für unverzichtbar hält, die es aber aus Platzgründen nicht in die Standardauswahl der Ubuntu-Installations-CD geschafft haben. Ein Metapaket namens b-sides lädt das Bündel von Software herunter. Castro denkt bereits an weitere Pakete speziell für Admins oder KDE-Nutzer.
Eine Liste mit der angebotenen Software gibt es hier. Zur Auswahl Castros gehören unter anderem OpenOffice, Gnome-Do, Pitivi, Gwibber, Jokosher, Miro, Inkscape, Gimp-Data-Extras und Gnome-Scan. Um die Anwendungen zu installieren, binden Ubuntu-Anwender zunächst das externe Repository ein (zur Zeit nicht erreichbar), aktualisieren die Paketliste und installieren dann das Metapaket b-sides.






… der B-Seite :)