Jolla kann nicht mehr alle Tablet-PCs herstellen

Jolla kann nicht mehr alle Tablet-PCs herstellen

540 Stück und Geld zurück

Tim Schürmann
28.01.2016 In einem Blog-Post erklärt Jolla-Gründer Antti Saarnio, wie es mit den vorbestellten und per Vorkasse bezahlten Jolla-Tablets weitergeht. Demnach werden 540 Tablets ausgeliefert, alle anderen Vorbesteller sollen ihr Geld zurück bekommen.

Wie bereits berichtet, geriet Jolla im letzten Jahr in finanzielle Schwierigkeiten. Zwar konnte das Unternehmen Investoren gewinnen, den einst extrem begehrten Tablet-PC kann Jolla jedoch nicht mehr an alle Vorbesteller ausliefern.

Dem jetzt veröffentlichten Blog-Beitrag zufolge lässt die finanzielle Lage des Unternehmens eine Produktion nicht mehr zu. Darüber hinaus habe die lange Investorensuche dazu geführt, dass nicht mehr alle Teile des Tablet-PCs hergestellt werden könnten beziehungsweise verfügbar seien.

Jolla wird deshalb ab Februar die insgesamt 540 vorhandenen Tablets zumindest an einige Vorbesteller ausliefern. Eine Chance auf ein Tablet hat allerdings nur, wer das Projekt über die Plattform Indiegogo unterstützt hat.

Alle übrigen Vorbesteller erhalten ihr Geld zurück. Dies wiederum geschieht in zwei Teilen: Die erste Hälfte ihrer Vorauszahlung erhalten die Vorbesteller im Laufe des ersten Quartals 2016, die zweite Hälfte dann später im Jahr. Die finanzielle Lage des Unternehmens lässt eine sofortige, komplette Rückzahlung nicht zu.

In jedem Fall erhalten alle Vorbesteller in den nächsten Tagen eine E-Mail mit weiteren Informationen. In der Zukunft möchte sich Jolla auf die Weiterentwicklung des auf Linux basierenden Betriebssystems SailfishOS konzentrieren.

Ähnliche Artikel

  • Nicht alle bekommen ein Jolla-Tablet
    Mitte Dezember konnte das kurz vor der Pleite stehende Unternehmen Jolla neue Investoren gewinnen. Die geplanten Tablet-PCs mit dem auf Linux basierenden SailfishOS erhalten dennoch nur einige ausgewählte Vorbesteller.
  • Jolla nimmt Rückzahlungsanträge entgegen
    Die finnische Firma Jolla wollte ursprünglich einen Tablet-PC mit dem auf Linux basierenden Sailfish OS produzieren, musste das Projekt jedoch einstellen. Wer das Tablet auf Indiegogo vorberstellt hat, kann jetzt sein Geld zurückfordern – muss sich dazu aber sputen.
  • Jolla in finanziellen Schwierigkeiten
    In einem offenen Brief an die Community hat Firmenmitbegründer Antti Saarnio die derzeitige finanzielle Lage des finnischen Unternehmens dargelegt. Demnach musste Jolla Insolvenz anmelden und Angestellte entlassen. Die Zukunft der teilweise schon bezahlten Tablet-PCs ist derzeit ungewiss.
  • Jolla Tablet schon nach drei Stunden finanziert
    Auf auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo bittet Jolla um Geld für die Produktion eines Tablet-PCs mit dem auf Linux basierenden SailfishOS. Nach nur drei Stunden war der benötigte Mindestbetrag von 380.000 Dollar erreicht.
  • Jolla kündigt Sailfish OS 2.0 und Sailfish Secure an
    Der Smartphone- und Tablet-Hersteller Jolla hat die neue Version 2.0 seines auf Linux basierenden Betriebssystems Sailfish OS angekündigt. Zudem möchte das Unternehmen unter dem Namen Sailfish Secure eine offene und sichere Mobiltelefon-Plattform schaffen.

Kommentare

Aktuelle Fragen

Drucker Epson XP-332 unter ubuntu 14.04 einrichten
Andrea Wagenblast, 30.11.2016 22:07, 2 Antworten
Hallo, habe vergeblich versucht mein Multifunktionsgerät Epson XP-332 als neuen Drucker unter...
Apricity Gnome unter Win 10 via VirtualBox
André Driesel, 30.11.2016 06:28, 2 Antworten
Halo Leute, ich versuche hier schon seit mehreren Tagen Apricity OS Gnome via VirtualBox zum l...
EYE of Gnome
FRank Schubert, 15.11.2016 20:06, 2 Antworten
Hallo, EOG öffnet Fotos nur in der Größenordnung 4000 × 3000 Pixel. Größere Fotos werden nic...
Kamera mit Notebook koppeln
Karl Spiegel, 12.11.2016 15:02, 2 Antworten
Hi, Fotografen ich werde eine SONY alpha 77ii bekommen, und möchte die LifeView-Möglichkeit nu...
Linux auf externe SSD installieren
Roland Seidl, 28.10.2016 20:44, 1 Antworten
Bin mit einem Mac unterwegs. Mac Mini 2012 i7. Würde gerne Linux parallel betreiben. Aber auf e...