Nach über 18 Monaten Entwicklungszeit ist jetzt still und leise eine neue Version des beliebten Jabber-Clients Psi erschienen. Zwar fällt der Versionssprung von 0.10 auf 0.11 nur klein aus, die Liste der Neuerungen und Verbesserungen kann sich aber sehen lassen.
Der Jabber-Messenger Psi hält sich strikt an die Standards der Jabber Software Foundation und erlaubt mit Hilfe von GnuPG das Versenden und Empfangen verschlüsselter Nachrichten. Über diverse Gateways ist die Verbindungen zu anderen Messengersystemen wie ICQ oder MSN möglich. Psi 0.11 setzt jetzt auf Qt4 auf und nutzt die QCA2-Bibliothek für die Verschlüsselung. Die Entwickler feilten an der Optik und spendierten das neue Icon-Theme “Stellar3” sowie eine Rechtschreibprüfung (aspell). Nutzer, die zwei Pixel übrig haben, können sich mit der Funktion Show status message unter den Nicknames den Status der zugehörigen Chat-Partner anzeigen lassen.
Während der vergangenen Monate griffen die Entwickler tief in die JEP-Kiste (“Jabber Enhancement Proposal”) und verliehen Psi 0.11 damit viele neue Fähigkeiten. So prüft die neue Version unter anderem ab sofort HTTP-Requests via XMPP, komprimiert Datenströme und unterstützt Multicast-Nachrichten an mehrere Nutzer sowie Multi-User-Chat. Stößt Psi etwas sauer auf, artikuliert es sich dank der verbesserten Fehlermeldungen nun konkreter als vorher. Desweiteren wartet der Client nun mit einer vorläufigen Unterstützung für User-Nicknames und Remote-Controlling-Clients auf.
Derzeit steht Psi 0.11 nur auf Sourceforge zum Download bereit. Auf der Projekt-Homepage findet sich dagegen im Moment nur der RC3. So etwas ähnliches wie Release Notes gibt es auf der Website des Psi-Maintainers Kevin Smith.





