Der Artikel stammt aus der aktuellen Ausgabe des englischen Magazins Linux Format und befragt neben Stallmann auch Michael Meeks und Greg Kroah-Hartman zum Thema 25 Jahre freie Software. Stallmann zählt nicht nur als Gründer des GNU-Projekts sondern dank seiner Arbeiten an Emacs, am GNU Debugger (GDB) und an der GNU Compiler Collection (GCC) auch als Vorreiter in der Programmierung freier Software. Last but not least geht auch die Erfindung der GPL 1989 auf sein Konto.
Im Artikel, der sich über weite Strecken dem Thema GPL widmet, gehen die Befragten auch auf das Zusammenspiel von Closed Source und Open Source ein. Michael Meeks bemerkt hierzu, dass die ersten Programme der GNU-Bewegung meistens auf nicht freier Software zum Einsatz kamen, so dass es damit eigentlich keine Probleme gebe.
Stallmann sieht die letzten Jahre etwas differenzierter und stört sich an der Vermischung der Begriffe "Free Software" (im Englischen oft für nicht quelloffene Programme benutzt) und "Open Source" (Programme, die komplett unter einer freien Lizenz stehen). Er sieht aber auch einen positiven Trend:
"Nowadays hardware developers are also increasingly likely to publish the interface specs so that we can develop free software that works with the hardware. Perhaps we are turning the corner, but we still have a big fight on our hands before all computer users have freedom."
Bis alle Computer mit freier Software bestückt sind, dürfte es also noch etwas dauern, zumindest im Browser-Rennen hat der freie Firefox aber gute Chancen noch in diesem Jahr auf über 30 Prozent Marktanteil zu kommen.



