Neuer Partner

Intel und Nokia arbeiten gemeinsam an mobilen Geräten

Intel und Nokia arbeiten gemeinsam an mobilen Geräten

Anika Kehrer
02.07.2009 Marktbeobachter Gartner sieht Intels mobile Prozessorplattformen durch die kürzlich angekündigte Zusammenarbeit mit Nokia zu einer ernsthaften Konkurrenz etwa für Qualcomm oder Texas Instruments werden.

Zusammen mit Nokia will Intel in einer langfristigen Partnerschaft neue Chipsets und Gerätearchitekturen für Rechner und Mobiltelefone mit Ziel einer Mobilplattform entwickeln. Das gab der Chiphersteller vor einigen Tagen bekannt. Vor allem Breitband-Mobilfunk und universelle Internetverbindung sollen die neuen Entwicklungen drauf haben und damit über die heutigen Smartphones, Netbooks und Laptops hinausgehen. Gegenstand der Zusammenarbeit sind erklärtermaßen Linux-Softwareprojekte sowie eine Lizenz für Intel, Nokias HSPA-Modem in zukünftige Geräte zu verbauen.

Gartner sieht Intels mobile Prozessorplattformen durch die Zusammenarbeit sich zu einer ernsthaften Konkurrenz etwa für Qualcomm oder Texas Instruments mausern. Vor allem die HSPA-Technologie ("Breitband-Mobilfunk" genannt mit nominell rund 7 MBit/s Downlink) bringe frischen Wind auf Intels Platinen. Die Analysten sehen sogar proprietäre Anbieter wie Apple in Bedrängnis, wenn Schwergewichte wie Intel und Nokia sich offener Standards und Open-Source-Technologien annehmen.

Den beiden Akteure selbst empfehlen sie, Moblin und Maemo zusammenzulegen. Denn bislang seien sie keine ernsthaften Player auf dem Markt, sagte Nick Jones, Vice President bei Gartner mit Schwerpunkt Mobilfunk und Drahtlosübertragung, gegenüber unserer Schwestersite Linux-Magazin Online. Stattdessen könnte Android einmal mehr profitieren, wenn es auf den Nokia-gestärkten Intel-Chips läuft. Durch die Zusammenlegung hätten die neuen Partner jedoch die Chance, einerseits Anwendungsentwickler anzusprechen und andererseits Konsumenten, da sie eine breite Hardwarepalette bieten können.

Laut Unternehmensmeldung sollen Intels Moblin als Nokias Maemo separat von der Open-Source-Zusammenarbeit profitieren. Für beide Linux-basierten Plattformen wollen die Partner in mobilfunkspezifische Projekte wie Ofono und den frisch gestarteten Connection-Manager (ConnMan) investieren, aber auch in Mozilla, X.Org oder D-Bus.

Ähnliche Artikel

Kommentare
Kein Android + Nokia
Nils (unangemeldet), Mittwoch, 15. Juli 2009 10:15:12
Ein/Ausklappen

Rein theoretisch bin ich auch wirklich gespannt auf eine Zusammenarbeit zwischen Intel und Nokia. Interessanterweise sind es beides Hersteller, welche von der Firma Apple sehr stark bedrängt werden und scheinbar auf der Suche nach einer Lösung sind, dieses Problem aus der Welt zu schaffen. Entgegen der Gerüchte, dass die zukünftigen Nokia Handys mit dem Google OS " Android" betrieben werden sollen, habe ich heute gelesen ( auf www.finanznachrichten.de ), dass der Nokia Pressesprecher diese Gerüchte dementiert hat. Alle Nokia Handys werden weiterhin auf Symbian-Technik basieren. Eigentlich sehr schade, da diese Kooperation meiner Meinung nach ebenfalls sehr interessant geworden wäre. Intel, Nokia und Google in einem Boot hätte vielleicht wirklich das Aus für Apple bedeuten können...


Bewertung: 135 Punkte bei 14 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Aktuelle Fragen

Fernwartung oder wartung im haus
heide marie voigt, 29.06.2015 10:37, 2 Antworten
gerne hätte ich jemanden in Bremen nord, der mir weiter hilft - angebote bitte mit preis HMVoigt
Druckeranschluss DCP-195C
heide marie voigt, 29.06.2015 10:35, 1 Antworten
installiert ist linux ubuntu 15.04 offenbar auch der treiber für den Drucker DCP-195C. Die Konta...
keine arbeitsleiste beim einloggen
heide marie voigt, 27.06.2015 13:31, 0 Antworten
seit der neu-installierung von linux ubuntu 15.04 erscheint die arbeitsleiste rechts oben erst na...
raid platte an linux mint 17.1
andreas schug, 23.06.2015 19:44, 1 Antworten
folgende thematik NAS Iomega Storage Center wird auf einmal nicht mehr im netzwerk erkannt .....
SUSE 13.2 - Probleme mit kmail
kris kelvin, 03.06.2015 13:26, 2 Antworten
Hallo, nach dem Umstieg auf 13.1 hatte ich das Problem, daß kmail extrem langsam reagierte. Nun...