Inkscape 0.46 bearbeitet PDFs

Inkscape 0.46 bearbeitet PDFs

Peter Kreussel
25.03.2008

Das neue Inkscape 0.46 erweitert den Funktionsumfang der führenden Linux-Vektorgrafik-Software: Etliche neue Zeichenwerkzeuge, native Unterstützung für PDF sowie Verbesserungen am Benutzerinterface verkürzen den Abstand zu kommerziellen Programmen wie Adobe Illustrator oder Corel Draw.

Inkscape öffnet nun PDF-Dokumente und kann darin enthaltene Vektorgrafiken mit allen Zeichenwerkzeugen bearbeiten. Unter den neu hinzugekommen Tools findet sich ein leistungsfähiges 3D-Box-Werkzeug und eine Funktion zum schnellen Füllen von geschlossenen Linienzügen. Das Verformen-Werkzeug erinnert an das Modellieren von Ton und eignet sich gut zum Zeichnen organischer Formen.

Die Version 0.46 des freien Zeichenprogramms Inkscape bringt zahlreiche neue Effekte und Zeichenwerkzeuge mit.

Die neuen SVG-Filtereffekte sorgen unter anderem für weiche Farbverläufe, wie sie bisher nicht verlustfrei skalierbaren Bitmapgrafiken vorbehalten waren. Pfad-Effekte wie der Stitch-Sub-Path-Effekt beschleunigen das Zeichnen komplizierten Formen, die aus vielen einzelnen Linien bestehen, zum Beispiel Haarfrisuren. Interessante künstlerische Effekte ermöglicht das verbesserte Werkzeug zum kalligrafischen Zeichnen: Seine Tracking-Funktion erleichtert das Zeichnen von Schraffuren, die wie Radierungen oder Tuschezeichnungen wirken.

Zu den von Umsteigern häufig genannten Kritikpunkten am freien Bitmapeditor Gimp gehören die zahlreichen, frei auf dem Desktop schwebenden Paletten. Lagen bei bisherigen Inkscape-Version die Einstellungsdialoge wie die Gimp-Paletten über der Zeichnung, so lassen sie sich nun ähnlich wie bei Corel Draw an der rechten Fensterseite andocken und mit einem Mausklick ein- oder ausklappen.

Weitere Details zur großen Zahl der Änderungen nennen die Release Notes. Version 0.46 des GPL-Programms steht als Quelltext-Archiv sowie als Binary für Mac OS X Leopard zum Download bereit. Benutzer von Ubuntu Gutsy sowie der kommenden Ubuntu-Version Hardy können die aktuelle Version des Programms aus einem Online-Repository installieren. Binärpakete für weitere Linux-Distributionen sollen bald verfügbar sein.

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