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Indien: Tamil Nadu verabschiedet sich von Microsoft

04.01.2007

Der indische Bundesstaat Tamil Nadu migriert aus Kostengründen von Microsoft auf Open Source Software, wie die indische Zeitung Deccan Chronicle meldet. Sowohl die Server wie auch die Desktops sollen umgestellt werden, sagt der Umashankar, Leiter der staatlichen ELCOT, zuständig für IT-Projekte in Tamil Nadu, in einem Interview: "Bislang liefen 99 Prozent der Behördenrechner auf Microsoft, aber in 2007 wird es einen gewaltigen Umsturz geben. Wir werden schnell auf Linux-Betriebssysteme wechseln, die so viel billiger sind" so Umashankar, "zudem bieten sie fortlaufende Updates und sind frei von Viren."

Umashankar sagt auch, dass er zweimal von leitenden Microsoft-Mitarbeitern aufgesucht wurde. In den Gesprächen sei der Preis von Windows XP verhandelt worden. Um mit den Open Source-Kosten mithalten zu können, wollte er den Preis auf 500 Rupien (ca. 8,30 Euro) drücken, worauf sich Microsoft jedoch nicht eingelassen habe. "Indien kann ohne Microsoft-Pakete leben", so Umashankar, "aber Microsoft wird es schwer finden, ohne ein so großes Land wie Indien als Software-Käufer."

Bereits 6 500 Linux-Systeme seien ausgeliefert, und weitere 6 100 Desktops mit Suse Linux-Betriebssytem seien auf dem Weg, so der IT-Chef. 20 000 Rechner mit Suse sollen an die Schulen gehen. Die Server bei ELCOT selbst laufen unter Red Hat Linux. 30 000 Behörden-Mitarbeiter sollen in 2007 auf Linux und OpenOffice geschult werden, ein internes Linux-Support-Center dient zur weiteren professionellen Unterstützung.

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