Die hessische Hardware-Schmiede bietet für bestimmte Festplattenmodelle einen gratis Datenrettungsservice an. Die Linux-Community wollte es genau wissen und hat eine 500-GByte-Platte zu Testzwecken vom Tisch fallen lassen.
Den Datenrettungsservice hatte Trekstor auf der diesjährigen Cebit angekündigt. Kurz darauf begannen die Dreharbeiten: Eine Datastation maxi m.ub musste dran glauben.
Der freie Fall
Trekstor wirbt dafür durch Feuer, Wasser oder Sturz geschädigte Platten wieder herzustellen. Wir entschieden uns für den Crashtest und drehten noch im Mai gemeinsam mit Linux-Magazin Online ein Video. Nachdem die Platte nach den ersten zwei Stürzen von der Tischkante immer noch flott las und schrieb, entschieden wir uns, sie aus ca. 1,5 m im laufenden Betrieb auf die Kante fallen zu lassen. Dann war sie endlich kaputt.
Nach den Dreharbeiten meldeten wir über den Online-Service, dass unsere Platte kaputt ging. Die Techniker von Trekstor nahmen per Mail mit uns Kontakt auf und wollten Informationen zur Partitionierung und den einzelnen Dateisystemen wissen. Zudem mussten wir möglichst genau angeben, welche Dateien sich auf der Platte befanden. Bislang nähmen weniger als 1 Prozent der Kunden den Datenrettungsservice in Anspruch, sagte Trekstor. 95 Prozent dieser eingeschickten Platten seien mit FAT32 und NTFS formatiert. Unsere Platte gehört somit zu den restlichen 5 Prozent, die andere Dateisysteme aufweisen.
Das Ergebnis
Im Oktober erhielten wir nun die Datastation endlich zurück. Trekstor war zwischenzeitlich dahinter gekommen, dass unsere Testplatte nicht wie angegeben von MediaMarkt stammt, sondern dass es sich dabei um ein Pressegerät handelt. Die Firma wollte zunächst auf die Wiederherstellung verzichten und verwies auf die hohen Kosten durch die Zerlegung im Reinraum. Nach einigen Telefonaten ließ sich Trekstor aber zur Mitarbeit überreden und nahm sich der Festplatte an. Normalerweise dauere die Bearbeitungszeit 12 Werktage, ließ Trekstor wissen.
Auf der Platte waren leider keine Dateien mehr zu finden. Trotz des hohen Aufwands, den Trekstor betrieb, misslang die Datenrettung schließlich. Schuld dafür waren die sehr starken Beschädigungen. Immerhin erhielten wir eine komplett neue Platte im alten Gehäuse. Das Video mit dem kompletten Test und einem ausführlichen Arbeitsbericht von Trekstor gibt es bei Linux-Magazin-Online.





