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IFA: Linux-Smartphone von Road

Mirko Dölle
05.09.2006

Der Berliner Smartphone-Hersteller Road stellte am vergangenen Freitag sein erstes Gerät, den Handy-PC S101, auf der IFA 2006 in Berlin der breiten Öffentlichkeit vor. Das Smartphone besitzt einen Intel Xscale PXA263 mit 400 MHz, auf dem ein 2.6er Linux-Kernel sowie eine Qtopia-basierte Bedienoberfläche laufen. Mit 128 MByte RAM und 64 MByte Flash bleibt genügend Speicher für Applikationen. Für eigene Erweiterungen will Road ein SDK zur Verfügung stellen.

Das auf Linux basierende Smartphone S101 im Größenvergleich. (Klicken für Vergrößerung)

Das beleuchtete Touchscreen-Farbdisplay besitzt eine Auflösung von 640 mal 240 Pixeln und wird erst sichtbar, wenn das Gerät aufgeklappt ist. Zusammengeklappt zeigt ein einfaches LC-Display mit 102 mal 65 Pixeln auf der Außenseite die wichtigsten Informationen an.

Für die Eingabe hat Road im Unterteil des Handys eine kleine Tastatur untergebracht, womit das Gesamtkonzept sehr einem Nokia Communicator oder Psion-Organizer ähnelt. Sie lässt sich ohne Werkzeug gegen fremdsprachige oder kundenspezifische Modelle austauschen.

Der Handy-PC S101 verfügt über vielfältige Schnittstellen. Neben einem Tri-Band-GSM-Modul für Europa und einem Quad-Band-Modul für Amerika besitzt das Smartphone einen 11 MBit/s schnellen WLAN-Adapter, Bluetooth, Irda sowie einen USB-1.1-Anschluss. Den Prototypen, den die Redaktion vor der IFA in Augenschein nehmen konnte, musste noch ohne Bluetooth auskommen, erst in dem am Montag auf der IFA besichtigten Gerät ließ sich Bluetooth über die grafische Benutzeroberfläche aktivieren und nach anderen Bluetooth-Geräten scannen.

Das Smartphone wird standardmäßig ohne Kamera geliefert, womit es für den Behörden- und Firmeneinsatz prädestiniert ist. Über einen proprietären Anschluss lässt sich das Kamera-Modul aber problemlos nachträglich einbauen. Zudem gibt es einen SD-Kartenschacht, der allerdings nur Speicherkarten und keine SD-IO-Module aufnehmen kann.

Für den Einsatz bei Sicherheitsbehörden soll es optional eine Sina-kompatible Datenverschlüsselung von Secunet sowie ein alternatives GSM-Modul mit Verschlüsselungsfunktionen geben, Letzteres jedoch nur für Geheimdienste.

Der Handy-PC S101 soll noch Ende des Jahres im Shop des Herstellers für rund 1150 Euro zu bestellen sein. Im kommenden Jahr ist auch geplant, das Road-Smartphone über verschiedene Mobilfunkprovider zu vertreiben, dann jedoch mit einer Windows-CE als Betriebssystem, das sich voraussichtlich nicht gegen die Linux-Firmware austauschen lässt. Allerdings ist in dieser Sache wohl noch nicht das letzte Wort gesprochen, möglicherweise besinnt sich der Hersteller noch anders so dass Linux-Anhängern und -Entwicklern der Weg zu einem günstigen da subventionierten Road-Smartphones offen steht.

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