Immer mehr neue Rechner, hauptsächlich Notebooks, bringen ein vorinstalliertes Linux mit, wie Studien aus Großbritannien und Deutschland zeigen. Damit fällt allmählich eine Hürde, die Linux-Anhänger lange für die mangelnde Verbreitung des freien Betriebssystems verantwortlich machten.
Ein Hauptgrund für die Entwicklung liefert ausgerechnet Windows Vista: Das aktuelle Betriebssystem von Microsoft werde vom Markt nicht angenommen und sei für die neuen, schlanken Netbooks einfach zu aufgeblasen, heißt es immer wieder. Das scheint auch IBM so zu sehen und will nun die Gelegenheit nutzen, um Linux bei den Hardware-Verkäufern zu pushen.
Auf der Linux World Conference und Expo 2008 in San Francisco tat sich IBM mit Canonical (Ubuntu), Red Hat (Fedora) und Novell (Opensuse) zusammen, um die IBM-eigene Lösung Open Collaboration Client Solution (OCCS) auf die Linux-Rechner zu bringen. Zum Paket mit dem wurstigen Namen gehören unter anderem Lotus Notes, Lotus Symphony und Lotus Sametime. IBM und seine Partnerfirmen rechnen sich für das kommende Jahr gute Chancen aus, mehr Rechner mit vorinstalliertem Linux zu verkaufen. Als Argumente dienen ihnen nicht nur die geringe Akzeptanz von Windows Vista, sondern auch die kostspieligen Lizenzen für das Vista-Betriebssystem sowie Microsoft Office.
Die Firmen wollen ihren Plan dabei in enger Kooperation mit örtlichen Hardware-Händlern umsetzen. Dabei kann IBM gleich vor der eigenen Haustür anfangen: Lenovo hat zwar 2004 das PC-Geschäft von IBM übernommen, plant nun allerdings auch, Thinkpads mit Linux zu verkaufen.





Kostspielige Lizenzpreise für ein Betriebssystem sind ein Grund, Linux einzusetzen aber die Tatsache, daß Software-Lizenzen ebenfalls Kosten verursachen sind kein Grund das Betriebssystem zu wechseln. Das wird von den Anbietern von Linux-Lösungen meist nicht bedacht. Mittlerweile laufen alle bekannten Opensource-Anwendungen unter Windows nativ und ohne jegliche Einschränkungen. Die Windows-Versionen werden dabei meist als statisch gelinkte Binaries angeboten, sodaß der Benutzer nichts zusätzliches installieren muß, damit diese laufen. Immer mehr Leute setzen zwar Windows als Betriebssystem ein (meist OEM-Versionen), nutzen aber unter Windows dann ausschließlich Opensource und Freeware. Opensource läuft dadurch bequem und kostenlos auf jeder vorinstallierten Kiste. Der normale Anwender… Mehr »