Hudson-Projekt ärgert sich über Java.net

Hudson-Projekt ärgert sich über Java.net

Zoff mit Oracle

Dem Projekt Hudson rund um die gleichnamige Continuous-Integration-Lösung droht möglicherweise ein Fork. Gründe dafür sind ein abrupter Umzug des Projekts auf der von Oracle vorgehaltenen Hostingsite Java.net und die Unzufriedenheit mit diesem Entwicklerportal an sich.

Schon vor einigen Tagen hatte sich der Hudson-Projektgründer Kohsuke Kawaguchi verwundert die Augen gerieben, als er eines Morgens keinen Zugriff auf Mailinglisten und das Sourcecode-Repositorys mehr besaß. Kawaguchi musste feststellen, dass das Projekt ohne Vorwarnung auf eine neuere Java.net-Instanz umgezogen wurde. Kawaguchi hat daraufhin einige Services und Mailinglisten auf Google-Groups ausgelagert. Die Community und insbesondere die Core-Entwickler reagierten sauer. Ein Umzug von Java.net zu Github, der schon länger diskutiert wird, kam erneut auf die Tagesordnung.

Oracle, das seit der Übernahme von Sun zumindest die Namensrechte an Hudson hält, meldete sich in Person von Ted Farell zu Wort und versuchte, die Gemüter zu beruhigen. Java.net sei als Plattform geeignet und die Hudson-Community sei sehr viel größer als die Zahl der Nutzer, die nun erboste Posts auf der Mailingliste hinterlassen. Unmissverständlich machte Farell allerdings auch klar, dass Oracle die Namensrechte nicht abgeben werde, sollte es zum Fork kommen. Auf die Argumentation für einen Umzug nach Github hin wurde Farell noch deutlicher und schrieb zurück, dass die Entscheidung über die Infrastruktur bei Oracle liege. Oracle plane, die Projekt-Plattform von den bislang eingesetzten Sun-Maschinen auf eine Serverfarm zu verlegen, um den Dienst zuverlässiger und beständiger zu machen.

Inzwischen versucht das Projekt eine Lösung zu finden. Es werde in den nächsten Tagen von Kohsuke Kawaguchi Feedback zum weiteren Vorgehen geben, heißt es auf der Hudson-Projektseite.

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3 Kommentare
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Kari
15 Jahre her

Bei dieser Firma wird mir einfach nur noch übel..
Kann die nicht einfach pleite gehen?
Dann müsste man von denen wenigstens nichts mehr lesen.

Michael (Majestyx) Kappes
15 Jahre her
Reply to  Kari

LOL 1+ ;)

micro maus
15 Jahre her
Reply to  Kari

juristisch betrachtet bringt uns eine Insolvenz von Oracle natürlich nichts. Übrigens habe ich keine ahnung wieviel verlorene arbeitsplätze daran hängen würden.
Einer Firma die Pleite zu wünschen ist irgendwie immer daneben, egla ob Suse oder SAP oder Microsoft oder XYZ- Bauelemente GmbH in Sonstirgendwo. das ist immer Mist, auch dann, wenn man nicht gut auf die Firma zu sprechen ist.

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