Linux auf dem Peek?

Hersteller fordert Linux-Community heraus

Hersteller fordert Linux-Community heraus

Anika Kehrer
13.07.2009 Lakonisch hat das amerikanische Unternehmen Peek in seinem Blog die Community herausgefordert, Linux auf sein Schmalbrust-Handheld Peek zu bringen.

Es liegen kaum Spezifikationen vor - nur ein Blogeintrag fordert die Allgemeinheit heraus, das ARM-basierte Kleingerät mit Linux zu verheiraten. Nach ein paar Links zu ARM und Linux heißt es: "Mit diesen Informationen kann einer von Euch hoffentlich Linux aufs Peek bringen. Schreibt doch einfach hier, wie weit Ihr kommt." Und weiter schreibt Dan Morel, bei Peek für die Systementwicklung verantwortlich: "Wer es schafft, erhält bei uns einen Mini-Beratungs-Auftritt, um zu erklären wie wir ein Linux-Peek machen."

"Vom Linux-Standpunkt aus ist das nämlich echt interessant", schreibt ein Kommentator unter den Blogeintrag, "es wäre das billigste mir bekannte Linux-Gerät - und es hat Bildschirm, Tastatur und GSM." Der ursprüngliche Peek-Blogeintrag vom 7. Juli hat inzwischen 13 Nachfragen gesammelt, darunter auch die von einem der Pandora-Entwickler vom Gentoo-Projekt. Der Hersteller schweigt sich bislang allerdings aus.

Das Peek ist ein 20 US-Dollar teures, etwa 120 Gramm schweres Mobilgerät mit Display und Tastatur zum E-Mailen. Der Prozessor ist ein ARM7 von Texas Instruments zu 104 MHz. Darauf läuft derzeit das Betriebssystem Peekux, das die Firma sich selbst zurechtgeschrieben hat. Das QVGA-Display stellt 320 mal 240 Pixel dar und 8 MByte Speicher stehen zur Verfügung. Als Datenübertragung nutzt es GPRS/GSM. Es ist ungefähr so groß wie ein gängiges Mobiltelefon, aber flacher und breiter. Die Enhanced-Edition Peek Pronto kostet 40 Dollar mehr, verwaltet dafür aber fünf statt nur zwei E-Mail-Accounts. Pronto kann außerdem zusätzlich zu Bildern das PDF- und DOC-Format verarbeiten, ist aber nur in schwarz zu haben. Der monatliche Betriebspreis für die Internetanbindung ist bei beiden Versionen mit etwa 15 Dollar gleich. Unterstützt sind zum Beispiel die E-Mail-Dienste Gmail und Yahoo.

Nicht nur seine Herausforderung, auch sich selbst präsentieren die New Yorker mit einem Augenzwinkern. Auf der Webseite lernt der potenzielle Kunde in den "Peeconomics", was er an Handygebühren spart, und sowohl die Angestellten als auch Testimonials sind die "Peeksters". Ihrem Produkt haben sie Einfachheit auf die Fahnen geschrieben: Seine Geburt entsprang dem Wunsch nach einem einfachen kleinen Gerät zum mobilen Mailen. Das Peek ist als Dienstgerät derzeit nur für den amerikanischen Markt produktiv einsetzbar.

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