Es ist kein Bug sondern ein Feature: im kommenden Ubuntu 10.04 befinden sich die Buttons zum Minimieren, Maximieren und Schließen von Fenstern am linken Fensterrand. Obwohl sich die Anordnung mit einfachsten Mitteln ändern lässt, hat sich jetzt im Ubuntu-Bugtracking-System eine sehr hitzige Diskussion entfacht, an der sich auch Mark Shuttleworth beteiligt.
Während die Gegner der neuen Anordnung als Argumente zum Beispiel Touchscreens anführen, bei denen ein ungenauer Klick auf das Anwendungsmenü oben links zum Schließen eines Fensters führen kann, gibt es auf der Befürworter-Seite kaum konkrete Gründe. Auch die Frage, wie denn die Anordnung mit der Gnome-Shell unter Gnome 3.0 zusammenarbeiten werde, blieb bislang unbeantwortet. Shuttleworth, bleibt dabei, dass die neue Anordnung allein die Entscheidung des Design-Teams sei:
"No. This is not a democracy. Good feedback, good data, are welcome. But we are not voting on design decisions."
Er verteidigt auch den Wechsel gerade zur LTS-Version am Beispiel von Firefox 3.0. Mit Ubuntu 8.04 habe man eine Beta-Version von Firefox 3.0 ausgeliefert. Auch diese Entscheidung hätten viele kritisiert, letztendlich sei sie aber genau richtig gewesen, da Firefox 2.0 schon lange nicht mehr gepflegt werde. Genau so sei jetzt auch die Anordnung der Knöpfe auf der linken Seite richtig (die in den kommenden Versionen beibehalten werden soll), damit die LTS-Version nicht veraltet wirke. Zudem habe man Pläne für den freigewordenen Bereich zur Rechten. Welche, hat Mark allerdings nicht verraten: Ubuntu 10.10 soll ja schließlich auch noch für ein paar Überraschungen sorgen.




