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Held zum betatschen

HTC stellt neues Android-Telefon HTC Hero vor

16.07.2009 Die Vorstellungstour für das neue Android-Handy Hero des taiwanischen Herstellers HTC hat gestern in München Station gemacht. Dort hat HTC auch das beim Hero erstmals eingesetzte neue Bedienkonzept namens Sense vorgestellt.

Wer sich bei den Smartphones der neueren Generation an Begriffe wie "Apps" und "Widgets" schon gewöhnt hat, darf mit Einzug des Sense-Konzepts nun auch "Scenes" und "Perspectives" hinzufügen. Die Szenen sind Profile, die nicht allein den Klingelton ändern, sondern auch den Hintergrundbildschirm sowie Anwendungen und Widgets. Das Profil entspricht dann der gewählten Szene, in der sich der Benutzer befindet. Der Besitzer des Hero wechselt zum Beispiel nach Dienstschluss die Szene von "Business" zu "Multimedia" oder auch "Social".

Dass dem Benutzer statt den bislang drei gestaltbaren Desktop-Oberflächen nun sieben zur Verfügung stehen, dient ebenfalls der Individualisierung. Einer Szene sind dann jeweils auch diese sieben, frei belegbaren Desktops zugeordnet. Für den Poweruser mag dies verlockend sein, dem Normalnutzer könnten wohl die sieben belegbaren Bildschirme genügen. Viele der Applikationen sind auf eine mobile Internetverbindung angewiesen, um ihren Aufgaben wie Wetterbericht, Börsennachrichten, Youtube-Filmchen, RSS-Feeds und Facebook-Zugang nachzukommen. Um dem Slogan „Make it mine“ weiteren Nachdruck zu verleihen, lassen sich die Widgets wiederum in diversen Designs anzeigen. Das Hero bringt zu dem Zweck etwa eine Sammlung von Bildschirmuhren mit, die sich vor der Auslage eines Uhrengeschäfts nicht zu verstecken braucht.

Unter der Perspektive ist ein Konzept zu verstehen, das die Inhalte der verschiedenen Anwendungen in möglichst einheitlicher Ansicht zu präsentieren versucht, sodass sich der Benutzer nicht umgewöhnen muss. Die Anwendung soll in den Hintergrund treten und der intuitiven Bedienung Platz machen, lautet das als Paradigmenwechsel beschriebene Konzept.

Wer dann eines der Vorführgeräte ergattert, hält aber doch nur ein Handy in der Hand. Die Verarbeitung ist immerhin tadellos, kein Klappern und kein Quietschen. Das mit Funktionstasten belegte untere Ende ist leicht geneigt, was bei der Betätigung der Tasten angenehm auffällt. Der Trackball des Hero ist tiefer ins Gehäuse versenkt, damit feiner zu kontrollieren, und wirkt insgesamt hochwertiger als der des G1. Wer in die runde Öffnung an der Geräte-Oberseite sieht, entdeckt einen 3,5-mm-Klinkenanschluss. Das wird alle Benutzer freuen, die die den Handys üblicherweise beigelegten Ohrstöpsel keines Blickes oder Ohres würdigen.

HTC erweist sich beim Hero einmal mehr als Hersteller, der es versteht, in einem schlanken, gefälligen Gehäuse alle gängigen technischen Errungenschaften unterzubringen. Auch das Display ist scharf und gut lesbar, neigt im von einigen Sonnenstrahlen durchsetzten Tageslicht aber zum spiegeln. Eine der größten Errungenschaften des Hero ist der Multitouchscreen. Die Zweifingerbedienung ist in diversen Applikationen verfügbar, das Aufziehen von Webseiten zählt dazu. Die Multitouchbedienung funktioniert tadellos, hinterlässt auf den eifrig herumgereichten Geräten aber auch den doppelten Schmierfilm.

Drei Farben sind verfügbar: grau, braun und weiß, oder wie die Marketingabteilung sagt: Silver Gray, Urban Brown, Absolute White. Das weiße Modell ist mit einer Teflonschicht versehen, die Tappsen auf dem Gehäuse vermeiden hilft. Marktsstart ist Ende Juli. T-Mobile bietet das Gerät als G2 an, es kommt aber auch in den freien Handel. HTC nennt eine unverbindliche Preisempfehlung von 499 Euro.

Die technischen Spezifikationen sowie eine Bildergalerie hält Linux-Magazin Online bereit.

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