Gute Geschäfte mit digitalen Benutzerprofilen
Verfolgungs-Wahn

Gute Geschäfte mit digitalen Benutzerprofilen

15.05.2012 Wer folgt unseren Spuren im Web? Ein Firefox-Plugin zeigt, wie groß der Rattenschwanz aus Tracking-Sites tatsächlich ist.

Webtracking ist ein lukratives Geschäft. Wer weiß, was wir im Web suchen, finden und speichern, vermag großen Einfluss auf unser Leben zu nehmen. Das Sammeln der Daten hat sich mittlerweile zu einer eigenständigen Industrie entwickelt, die – oft unbemerkt – hinter den Kulissen des Webs werkelt.
Gary Kovacs, CEO der Mozilla Foundation, stellte im Rahmen der TED-Konferenz ein Plugin für den Browser Firefox vor, das ein wenig Licht auf die im verborgenen arbeitenden Verfolger wirft. Das Addon heißt Collusion und speichert die tatsächlich besuchten Seiten, bekannte Tracking-Sites und unbekannte Tracking-Sites an.

Das Plugin gibt es schon eine ganze Weile. Ein entsprechende Website zeigt dann das Ergebnis aus der Verfolgung der Verfolger. Kovacs spricht in seinem Vortrag dfavon, dass der Umsatz der Tracking-Industrie bei 39 Mrd. US-Dollar liegt. Neben dem finanziellen Aspekt entsteht aufgrund der zunehmenden Personalisierung des Webs aber auch etwas, was der Wissenschaftler Eli Pariser die "Filter-Blase" nennt. Suchergebnisse, Vorschläge und individualisierte Sites führen zu einer zunehmenden Isolation der Benutzer im Web. Er hat seine These ebenfalls in einem TED-Vortag vorgestellt.

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