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Gute Aussicht: VLC 0.9.2 ist da

15.09.2008

Unter dem Condenamen „Grishenko“ erscheint nun nach zweijähriger Entwicklungszeit eine die neue Version 0.9.2 des plattformübergreifenden Multimedia-Players VLC. In dem relativ langen Zeitraum haben die Entwickler vom Videolan-Projekt eine ganze Reihe neuer Funktionen und Verbesserungen in den Abspieler eingebaut.

Neben Fehlerbereinigungen unterstützt VLC neue Codecs (etwa neue Flash-Varianten, Codecs für Camcorder, Dirac, Atrac3, H.264 PAFF, APE-Audio, RealVideo, VC-3, Fraps) und verbessert zugleich die Decoding-Performance. Dafür zeichnet das FFMPEG-Projekt verantwortlich, bei dem sich die VLC-Macher bedanken. Zudem bringt VLC neue Demuxer mit und unterstützt nun auch Video4Linux2 (v4l2). Der Player hat mehr Audio- und Video-Filter an Bord, über die man die Bild- und Tonqualität manipuliert. VLC unterstützt Last.fm-Beiträge und öffnet Links zu Youtube und anderen Video-Seiten direkt.

Besonders fallen aber Veränderungen ins Auge, die mit der neuen grafischen Oberfläche einhergehen: Das Projekt setzt nun auf Qt 4. Die neue Oberfläche hat Vorteile: Der Konfigurationsbereich bietet mehr Komfort, eine Media-Bibliothek wurde integriert, Album Art und Metadaten lassen sich über die grafische Oberfläche bearbeiten. Der Player lässt sich aber auch weiterhin per Konsole steuern. Gnome- und XFCE-Anwendern schlägt das VLC-Projekt auch eine Lösung vor. Die besteht darin, das alte WX-Interface zu kompilieren oder das HTTP-Interface zu nutzen.

Der Player lässt sich einfacher installieren, er braucht lediglich die Bibliotheken libQtCore, libQtGui und libvlc. Letztere wurde aufgeräumt, unterstützt externe Plugins, zudem gibt es für Entwickler mehr Bindings in anderen Programmiersprachen. Beispielsweise lässt sich VLC nun in Lua skripten. Wer den Player herunterladen will, findet die aktuelle Version VLC 0.9.2 auf der Projektseite. Es gibt Pakete für verschiedene Distributionen oder einfach den Quellcode.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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