Mit den "Ultrathin Notebooks" und seiner Yukon-Plattform will AMD eine neue Marktnische erschließen: Eine leistungsfähige günstige Alternative zu den teuren Ultraportables, preislich zwar grob doppelt so teuer wie Atom-Netbooks, aber deutlich günstiger als die teuren Ultraportable-Winzlinge - und dennoch ähnlich leistungsfähig.
Das schon ab Montag im Handel erhältliche Pavilion dv2-1000 ist mit dem neuen AMD Neo MV-40 Prozessor mit 1.6 GHz ausgestattet. Hierbei handelt es sich nicht etwa um eine abgespeckte Spar-CPU wie den Atom, sondern um einen vollwertigen Athlon64 der K8-Generation, inklusive 512 Kilobyte Level2-Cache und integriertem Speichercontroller. Mit 80 Quadratmillimeter ist er grob 3 mal so groß wie der Atom, und da er obendrein noch in 65 Nanometer gefertigt wird, schluckt er mit 15 Watt TDP auch deutlich mehr Strom: Aktuelle Atoms benötigen etwa 2.4 Watt, und auch der in den Ultraportables eingesetzte Konkurrent Core 2 ULV ist mit 10 Watt TDP sparsamer - kostet allerdings auch deutlich mehr. Zur Akkulaufzeit wollten HP und AMD dann auch keine Angaben machen, aber wirklich etwas vertuschen wollten die Hersteller damit wohl nicht, denn sie sagten, man "freue sich auf die Testergebnisse".
Nicht nur beim Prozessor beschreitet HP neue Wege, auch was die Ausstattung angeht: Das mit 2,3 cm sehr flache Pavilion ist deutlich größer als ein Netbook, bietet dafür aber auch einen ordentlich dimensionierten spiegelnden 12.1"-Screen mit 1280x800 Pixeln und LED-Hintergrundbeleuchtung sowie eine angenehme Tastatur. Traditionell sind Ultraportables grafisch meist untermotorisiert, Chipsatzgrafik ist das höchste der Gefühle. HP bietet das Pavilion jedoch entweder mit ATI Xpress 1250-Chipsatzgrafik oder optional mit einem vollwertigen Grafikchip, dem ATI HD 3410, welcher dann auch auf satte 512 Megabyte Videospeicher zugreifen kann.
Das 1,7kg schwere und hochwertig wirkende Pavilion bietet desweiteren an Anschlüssen einen HDMI-Ausgang, Gigabit-Netzwerk, VGA, 3x USB 2.0, einen Speicherkarten-Slot, 1GB RAM, eine 320GB Festplatte sowie integriertes WLAN nach dem b/g-Standard. Es ist entweder in schwarzem Design oder in weissem erhältlich, die aufgedruckten Muster sind Geschmackssache.
Preislich beginnt das Pavilion bei 599 Euro, ein dedizierter Grafikchip und ein optionales externes optisches USB-Laufwerk im passenden Design kosten jeweils 100 Euro Aufpreis.
Was den AMD Neo angeht, so stellte AMD eine Dualcore-Version des Chips für das Ende des dritten Quartals in Aussicht ("Congo"-Plattform), dieser wird dann mit dem moderneren 780-Chipsatz gekoppelt werden. Auch ein Strukturshrink auf 45 Nanometer, wie ihn der Phenom unlängst spendiert bekommen hat, wird den Stromverbrauch nochmal deutlich senken.



