Großes Manager-Entsorgen bei Novell

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Ulrich Wolf
09.05.2005

Novell lässt sich bei Personalentscheidungen derzeit nicht lumpen. Das Aktuelle zuerst: Heute ging Richard Seibt. Er war von 2002 bis 2004 Suse-Chef, danach Novells EMEA-Boss (EMEA = Europe, Middle East, Africa). Am letzten Dienstag verließ Horst Nebgen das Unternehmen, der für das Geschäft in den deutschsprachigen Ländern verantwortlich war. Nebgen war seit 1990, also 15 Jahre lang, Novell-Mitarbeiter. Sein Nachfolger Horst Schmid (46) ist Neueinsteiger bei der Firma.

Nachfolger von Richard Seibt, möglicherweise aber nur provisorisch, wird Ron Hovsepian, seit genau vier Tagen Präsident für "Worldwide Field Operations". Vorher war er für Novells Nordamerika-Geschäft zuständig.

Im März ging Cheftechniker Alan Nugent, der mit CEO Jack Messman und Vice Chairman Chris Stone den inneren Führungskreis gebildet hatte. Chris Stone selbst ist schon seit Oktober nicht mehr dabei.

Weder bei Nebgen und Seibt, noch bei Nugent gab Novell Gründe für das Ausscheiden an.

Kommentare
Re: Großes Manager-Entsorgen bei Novell
Benjamin Quest, Dienstag, 10. Mai 2005 15:41:51
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So kommt denn wohl bald, was zu erwarten gewesen ist: die Marke SuSE wird entkernt, ein Novell-Linux ist ja schon in Vorbereitung, Kerngeschäft werden wohl die Enterprisekunden sein, was noch fehlt ist eine offene SuSEdora um vom wenig profitablen Boxengeschäft runterzukommen und genug "Testmanschaft" für die Enterpriseprodukte zu haben ... tja, und nun?

b.


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Re: Großes Manager-Entsorgen bei Novell
Harald Milz, Sonntag, 15. Mai 2005 15:24:36
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tja, und nun?

Nicht so viel herumspekulieren, wenn man nicht wirklich den Einblick hat. Damit ist niemandem geholfen.


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Re: Großes Manager-Entsorgen bei Novell
Peter Kreussel, Mittwoch, 28. Juni 2006 10:00:32
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Schon wahr. Aber einen Einblick in die Qualität der neuen Box-Version hat man. Hängt 'vielleicht' damit zusammen, dass Novell 'möglicherweise' gegen den Willen der Suse-Leute spät in der Beta-Phase durchgedrückt hat, dass der Unterbau des Software-Modules ausgetauscht wird. Neue Funktionalität, die für nichtkommerzielle Nutzer interessant wäre, ergab sich nicht, nur Ärger und gewaltige Performanzprobleme.

Es entsteht der Eindruck, dass bei Novell keiner Ahnung von Linux hat, und, wenn es so weiter geht, bei Suse auch immer weniger... Wissen die in irgend einem Bereich, was sie wollen?

Ich, Nürnberger und Suse-Anhänger, würde am liebsten Novell komplett entsorgen!


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Re: Großes Manager-Entsorgen bei Novell
Henning Schröder, Montag, 09. Mai 2005 23:50:28
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Wenn man kurz bei Google-News guckt, findet man schnell heraus, dass Seibt wohl sich selbst "entsorgt" hat:

"Bruce Lowry, a Novell spokesman, said Seibt's resignation was a personal decision made by the former executive."

[1] http://www.internetnews.com/dev-news/article.php/3503551



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