Grml 1.0 »Meilenschwein« mit zahlreichen Neuerungen

Grml 1.0 »Meilenschwein« mit zahlreichen Neuerungen

Jörg Luther
21.05.2007

Die auf Debian basierende Live-Distribution Grml 1.0 mit dem Codenamen »Meilenschwein« ist fertig. Das in 32- und 64-Bit-Varianten verfügbare Grml richtet sich vor allem an Systemadministratoren, die die kompakte Distribution als Rettungssystem nutzen möchten.

Grml liefert eine automatisierte Hardware-Erkennung und Werkzeuge zur Systemanalyse, lässt sich aber auch als vollwertige Arbeitsumgebung nutzen. Das Live-System arbeitet auch ohne Installation vollständig von CD. »Meilenschwein« enthält einige Bugfixes, vor allem integrierten die Entwickler jedoch mehr als 100 neue Softwarepakete.

Grml2ram beispielsweise kopiert das komprimierte Image des Betriebssystems in den Arbeitsspeicher, Grml2hd installiert das Betriebssystem auf der Festplatte. Das Werkzeug Gemu liefert auch ohne vorherige Hardware-Erkennung eine arbeitsfähige Default-Konfiguration. Umfangreiche Informationen zu den Neuerungen und Verbesserungen stellt das Entwicklerteam auf der Projektseite vor.

Dank integrierter Kompression enthält das CD-Image mehr als 2 Gigabyte Software und Dokumentation, KDE und OpenOffice bleiben allerdings außen vor. Aber Grml ist ja laut Eigenwerbung für auch für Geeks gedacht: So dient beispielsweise die Zsh als Standard-Shell. Mit X.org 7.3 und Fluxbox ist aber auch für eine grafische Bedienoberfläche gesorgt. Der Schwerpunkt der Softwareausstattung liegt in den Bereichen Systemadministration, Security und Netzwerk.

ISO-Images von Grml 1.0 »Meilenschwein« (696 MByte), dessen 64-Bit-Spielart Grml64 0.1 »LiveShell« (672 MByte) und die für Visitenkarten-CDs konfektionierte 32-Bit-Variante Grml-small 0.4 »Springinkerl« (60 MByte) kann man ab sofort über die Website des Projekts herunterladen. Wer den Download scheut, findet auf den Heftdatenträgern der Ausgabe 07/2007 von »LinuxUser« (erscheint am 21. Juni) alle drei Grml-Ausgaben in bootfähiger Version. Tipps und Tricks dazu liefert ein ausführlicher Artikel des Grml-Projektleiters Michael Prokop. (Britta Wülfing/jlu)

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