Nach mehreren Monaten Arbeit präsentiert ein Gremium aus zehn Firmen nächste Woche auf der Cebit 2011 einen deutschen Ansatz fürs Cloud-Computing, bei dem alle Daten und die Infrastruktur innerhalb des deutschen Rechtsraumes verbleiben.
Die Boston Server & Storage Solutions Group, der Hoster und Rechenzentrumsbetreiber Equinix und die Lisog haben sich unter dem Dach der deutschen Wolke mit Open-Source-Software-Herstellern zusammengetan. Mit im Boot sind Tarent, Emulex, Rising Tide, Fortinet, Open QRM, das Datenwerk und Backup-Spezialist SEP. Gemeinsam wollen diese Firmen einen Cloud Stack schaffen, der unter dem Siegel “Made in Germany” für zeitgemäßen Datenschutz und deutsche Wertarbeit steht. Das recht junge Projekt will auf der Cebit 2011 erstmals einen Showcase präsentieren.
Als Motivation für die deutsche Wolke nennen die Initiatoren die Tatsache, dass Admins als größtes Hemmnis für den Umzug in die Wolke immer wieder Ängste vor einem Vendor-Lock-In angeben. Auch das staatliche Bestreben, zum Beispiel der USA, nach vollständiger Kontrolle der Daten ist vielen IT-Entscheidern suspekt. Derartige Eingriffe erfüllen in der Regel nicht die für deutsche Unternehmen geltenden strengen Datenschutzvorschriften. Die rechtlichen Fragen, die sich daraus ergeben (Daten-Standort im Ausland?) sind komplex. Trotzdem wird laut “Deutsche Wolke” der Markt für Cloud-Computing-Produkte in Deutschland fast vollständig von ausländischen Anbietern dominiert, und dem wollen die Initiatoren etwas entgegenstellen.
Wer sich die deutsche Wolke ansehen will, kann sich auf der Cebit (an den Ständen von Lisog und Equinix) oder auf dem, Cloud OPS Summit in Frankfurt und dem Linuxtag in Berlin ein Bild vom aktuellen Stand machen.





