Jeder sein eigener Datenschützer

Googles Dashboard erhöht Transparenz für Anwender

Googles Dashboard erhöht Transparenz für Anwender

Kristian Kißling
05.11.2009 Mit Dashboard will Google seinen Ruf in puncto Datenschutz verbessern und mehr Transparenz demonstrieren.

Mit teilweise dreisten Datenschutzpassagen in den Nutzungsbedingungen seiner Software und seiner Dienste hat sich Google in der Vergangenheit zumindest in Europa einen Ruf als Datenkrake erarbeitet. Ob die Firma das Thema einfach nicht ernst nahm oder hoffte, dass die Passagen niemanden stören, lässt sich wohl nicht klären.

Fest steht, dass Google nun versucht, verlorenes Vertrauen wieder zu gewinnen. Helfen dabei soll unter anderem das neue Dashboard, das die Firma heute auf einer Pressekonferenz in Berlin vorstellte. Unter "Mein Konto" auf der Webseite http://www.google.com/dashboard kann ab sofort jeder angemeldete Google-Nutzer sehen, welche Daten Google von ihm sammelt. Wie das Bild zeigt, werden die Tätigkeiten des Users getrennt nach den einzelnen Google-Diensten aufgelistet.

Jeder Dienst enthält einen Link zu den zugehörigen Datenschutzbestimmungen. Einige Dienste bieten zudem an, die Einstellungen zu verwalten. Eine Möglichkeit, sämtliche vorhandenen Daten per Mausklick zu löschen, gibt es nicht. Dazu muss der Anwender die einzelnen Dienste aufrufen, um Blogeinträge, Texte und Tabellen per Mausklick aus zu radieren. Offen bleibt allerdings bisher, ob Google einmal gelöschte Daten noch in einer Art Google Cache aufbewahrt oder tatsächlich für immer von den Servern verbannt.

Ähnliche Artikel

  • Twitter veröffentlicht Transparency Report

    Inspiriert von den Kollegen bei Google hat sich auch der Dienst Twitter entschieden, einen so genannten Transparency Report zu veröffentlichen, der unter anderem Anfragen von Behörden zur Löschung von Beiträgen offenbart.
  • Google Update wird Open-Source-Software
    Google stellt den Quellcode für seine Software Google Update unter die Apache-Lizenz. Damit will das Unternehmen auch Vorwürfe entkräften, nachdem die Software ihre Nutzer ausspioniert.
  • KDE 4.0 ist da
  • Was ist eine Firmware?
    Aktuelle Smartphones unterscheiden sich von heimischen Computern eigentlich nur noch durch die Displaygröße und durch das Betriebssystem, die sogenannte Firmware. Bei Android kommt eine Linux-Variante zum Einsatz – welche bestimmen Sie.
  • Virtuelles Fundbüro
    "Ordnung muss sein", mahnt der Volksmund. "Nicht, wenn ich Google Desktop nehme!", entgegnet der Anwender und legt zufrieden die Füße hoch. Wir zeigen, ob er recht hat.

Kommentare
Europe?
Kartoffelkopf (unangemeldet), Sonntag, 08. November 2009 21:04:50
Ein/Ausklappen

Gibt es einen bestimmten Grund, wieso da Europe anstatt Europa steht? Oder war das nur ein Tippfehler? =)


Bewertung: 222 Punkte bei 41 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: Europe?
Kristian Kißling, Montag, 09. November 2009 10:00:36
Ein/Ausklappen

Das kommt davon, wenn man zu viele englischsprachige Texte liest...Korrigiert.

Viele Grüße
Kristian Kißling


Bewertung: 224 Punkte bei 42 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Aktuelle Fragen

MS LifeCam HD-5000 an Debian
Kay Michael, 13.04.2016 22:55, 0 Antworten
Hallo, ich versuche die oben erwähnte Cam an einem Thin Client mit Debian zu betreiben. Linux...
Import von Evolution nach KMail erzeugt nur leere Ordner
Klaus-Christian Falkner, 06.04.2016 12:57, 2 Antworten
Hallo, da ich vor einiger Zeit von Ubuntu auf Kubuntu umgestiegen bin, würde ich gerne meine E...
Sophos lässt sich nicht unter Lubuntu installieren
Chrstina Turm, 30.03.2016 20:56, 3 Antworten
Hi Leute, habe mir vor paar Tagen auf ein Notebook, das ohne Linux ausgedient hätte, Linux dr...
Novell Client auf Raspbian
Chris Baum, 16.03.2016 15:13, 3 Antworten
Hallo Community, ich hätte eine Frage, und zwar geht es um folgendes: Ich möchte eine Datei...
Pantheon konfigurieren (eOS)
John Smith, 16.03.2016 13:50, 0 Antworten
Hallo ins Forum, ich bin neu in der Linuxwelt und fühle mich bereits sehr wohl. Mein neues Sys...